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des Instituts der deutschen Wirtschaft

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Abfallranking Lesezeit 2 Min.

Müllkosten in Deutschland

Für die zuverlässige Entsorgung des Hausmülls zahlen die Haushalte in Deutschland eine Gebühr. Diese variiert je nach Stadt teils stark.

Kernaussagen in Kürze:
  • Im Auftrag von Haus & Grund Deutschland hat die IW Consult die Müllgebühren in den 100 größten Städten Deutschlands verglichen.
  • In Flensburg sind die Müllgebühren am niedrigsten, gefolgt von Nürnberg und Frankfurt am Main. Am unteren Ende des Rankings stehen Leverkusen, Lünen und Bergisch Gladbach.
  • Über alle 100 untersuchten Städte hinweg sind die Abfallgebühren in den vergangenen vier Jahren im Durchschnitt um rund 13 Prozent auf 351 Euro gestiegen.
Zur detaillierten Fassung

Hausbesuche von der Müllabfuhr – in kaum einem anderen Land ist die Müllentsorgung für die Haushalte so bequem wie in Deutschland. In vielen anderen Staaten wie Frankreich, Spanien oder den Niederlanden müssen die Bewohner zumindest einen Teil ihres Mülls selbst zu öffentlichen Sammelstellen oder Großcontainern bringen.

Der deutsche Weg hat seinen Preis, die Abfallgebühren machen hierzulande einen großen Teil der Wohnnebenkosten aus. Wie viel die Haushalte zahlen müssen, unterscheidet sich je nach Stadt und Gemeinde – und dem genauen System: Der Abholrhythmus schwankt zwischen wöchentlicher oder 14-täglicher Leerung der Mülltonnen; der Servicegrad variiert zwischen einem Vollservice, bei dem die Müllabfuhr die Tonnen ohne Mitwirkung der Haushalte leert, und einem Teilservice, bei dem die Hausbewohner die Abfalltonnen selbst auf den Bürgersteig stellen.

Hinzu kommt, dass Abfallsatzungen oft verklausuliert und Gebührenmodelle kompliziert sind. Das alles macht es für Mieter und Hausbesitzer recht aufwendig, sich über die Kosten zu informieren und sie zu vergleichen. Abhilfe schafft das Müllgebührenranking der IW Consult: Im Auftrag von Haus & Grund Deutschland haben die Forscher für die 100 größten Städte in Deutschland die jährlichen Gebühren eines Musterhaushalts verglichen, der aus zwei Erwachsenen und zwei Kindern besteht und Restmüll, Biomüll, Sperrmüll und Altpapier produziert. Der Sieger des Rankings 2026 ist ein Nordlicht (Grafik):

In Flensburg sind die Müllgebühren am niedrigsten, gefolgt von Nürnberg und Frankfurt am Main.

Für ihr Müllgebührenranking 2026 hat die IW Consult die Müllgebühren in den nach Einwohnerzahlen 100 größten Städten Deutschlands verglichen. Je höher die Indexzahl, desto niedriger die Müllgebühren; Durchschnitt aller Städte = 100 Download: Grafik (JPG) herunterladen Grafik (EPS) herunterladen Tabelle (XLSX) herunterladen

Am unteren Ende des Rankings stehen Leverkusen, Lünen und Bergisch Gladbach. In Zahlen: Während der Vollservice alle zwei Wochen in Flensburg jährlich etwa 163 Euro kostet, werden in Bergisch Gladbach für den Teilservice im selben Rhythmus 478 Euro fällig.

Unter den 100 größten deutschen Städten sind die Müllgebühren in Flensburg, Nürnberg und Frankfurt am Main am niedrigsten.

Die Müllgebühren haben sich in den vergangenen Jahren recht unterschiedlich entwickelt. Während beispielsweise Krefeld die Gebühren für den zweiwöchentlichen Teilservice seit 2022 um fast ein Viertel senken konnte, stiegen sie in Mannheim um gut ein Drittel. Die Kosten für den Vollservice in diesem Rhythmus legten in Gera und in Darmstadt mit 44 und 42 Prozent am stärksten zu, während sie in Aachen um 9 Prozent zurückgingen.

Insgesamt zeigt der Trend aber nach oben: Über alle 100 untersuchten Städte hinweg sind die Abfallgebühren in den vergangenen vier Jahren im Durchschnitt um rund 13 Prozent auf 351 Euro gestiegen.

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