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Reisen in der EU: Urlaub für den Geldbeutel

Touristen aus Deutschland zahlen vor allem in den osteuropäischen Ländern deutlich weniger für Hotelübernachtungen und Restaurantbesuche als im eigenen Land. In Skandinavien ist das Preisniveau für Urlauber dagegen deutlich höher.

Kernaussagen in Kürze:
  • Aus deutscher Sicht haben sich Urlaubsreisen ins europäische Ausland seit 2010 insgesamt vergünstigt.
  • Hotelübernachtungen und Gaststättenbesuche sind im europäischen Vergleich in Bulgarien und Rumänien am preiswertesten.
  • Das teuerste Urlaubsland Europas ist Island - hier zahlt ein Urlauber durchschnittlich rund 60 Prozent mehr als in Deutschland.
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Obwohl die Sommersonne zuletzt auch über Deutschland strahlte, werden viele Bundesbürger in den Ferien wieder ins EU-Ausland aufbrechen. Wollen sie dabei auch ihrem Geld-beutel Erholung gönnen, sollten sie ein Ziel am Schwarzen Meer ansteuern (Grafik): In Bulgarien und Rumänien kosteten Hotelübernachtungen und Gaststättenbesuche im vergangenen Jahr 58 beziehungsweise 53 Prozent weniger als in Deutschland – nirgendwo sonst in der EU lässt sich günstiger Urlaub machen. Um so viel Prozent waren die Preise für Hotelübernachtungen und Restaurantbesuche in anderen EU-Ländern höher bzw. niedriger als in Deutschland Am tiefsten in die Tasche greifen müssen jene Touristen, die sich nach Dänemark aufmachen – die Preise für hyggelige Hotelzimmer und das Smørrebrød im Restaurant lagen 2018 satte 38 Prozent über dem hiesigen Niveau.

Island ist Europas teuerstes Reiseziel

Noch teurere Reiseziele in Europa sind die Schweiz, Norwegen und Island – auf der Vulkaninsel im Nordatlantik war es zuletzt fast 60 Prozent teurer als hierzulande, im Hotel zu nächtigen und im Restaurant zu speisen. Vergleicht man die aktuellen Preisniveaus mit jenen von 2010, haben sich Urlaube im europäischen Ausland für die Deutschen eher verbilligt. Einige Beispiele: Im Jahr 2010 war Norwegen für die Bundesbürger das kostspieligste Reiseland – die Preise für Hotelzimmer und Restaurantbesuch lagen dort damals nahezu 80 Prozent über jenen in der Bundesrepublik. Im Jahr 2018 war Norwegen „nur“ noch 46 Prozent teurer.

Seit 2010 haben sich Urlaube im europäischen Ausland für die Deutschen eher verbilligt.

In Österreich und Italien mussten Urlauber aus Deutschland für Hotelservice und Gastronomie 2010 noch 6 beziehungsweise 9 Prozent mehr zahlen als in der Heimat. Zuletzt konnten sie in diesen Ländern dagegen 3 respektive 6 Prozent sparen. Und am beliebten Urlaubsziel Griechenland mussten deutsche Touristen 2010 im Schnitt genauso viel fürs Essen und Schlafen ausgeben wie im eigenen Land – 2018 waren Ferien auf Kreta, Rhodos oder Mykonos dagegen 25 Prozent günstiger.

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