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Klimapolitik: Die CO2-Welt

Das große Ziel der internationalen Klimapolitik ist die Verringerung der globalen Kohlendioxid-Emissionen. Darum geht es auch auf dem derzeit in Bonn stattfindenden UN-Klimagipfel. Dies ist keine leichte Aufgabe – vor allem in Anbetracht der sich rasant entwickelnden Volkswirtschaften in China und Indien. Die CO2-Welt in Grafiken.

Kernaussagen in Kürze:
  • Nur zehn Länder verursachten 2015 zwei Drittel des weltweiten Ausstoßes von gut 32 Milliarden Tonnen Kohlendioxid – der mit Abstand größte CO2-Emittent ist China.
  • Während es der Europäischen Union gelungen ist, ihre CO2-Emissionen gegenüber 1990 zu verringern, legt Asien bei der Abgabe des Treibhausgases nach wie vor zu.
  • In der EU haben vor allem die Sektoren Energieerzeugung sowie Industrie und Bau ihre Emissionen seit 1990 zurückgefahren, der Transport dagegen verursacht vor allem wegen des boomenden Flugverkehrs mehr Kohlendioxid.
Zur detaillierten Fassung

Welche Länder sind die großen Kohlendioxid-Verursacher?

Im Jahr 2015 wurden weltweit rund 32.300 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) ausgestoßen - davon entfielen mehr als zwei Drittel auf die zehn größten Emittenten. Allein die Top 3 – China, die USA und Indien – verursachten die Hälfte der globalen CO2-Emissionen.

Die Hälfte der globalen CO2-Emissionen wird von drei Ländern verursacht: China, USA, Indien.

Wer stößt mehr und mehr CO2 aus, wem gelingt die Reduktion der Emissionen?

Vor allem in Asien nehmen die CO2-Emissionen schnell zu, wobei Japan als Emittent an Bedeutung verliert.

Während China seine CO2-Emissionen seit 1990 um 331 Prozent erhöht hat, konnte die EU ihre Emissionen um fast 21 Prozent reduzieren.

Im Jahr 2015 kam das Emissionswachstum in China beinahe zum Stillstand. Indien dagegen steigerte seine Emissionen binnen eines Jahres um fast 50 Millionen Tonnen.

Wie haben sich die Emissionen der Wirtschaftssektoren in der EU entwickelt?

In der Europäischen Union verursacht der Sektor Energieerzeugung die meisten Kohlendioxid-Emissionen. Allerdings haben es die Stromproduzenten geschafft, ihren CO2-Ausstoß von 1990 bis 2015 um 25 Prozent zu verringern. Noch erfolgreicher war in dieser Hinsicht die Industrie. Sie reduzierte ihre Emissionen sogar um 38 Prozent – dabei half auch der Zusammenbruch der sozialistischen beziehungsweise kommunistischen Planwirtschaft nach dem Fall des Eisernen Vorhangs. Den gegenteiligen Effekt hatte die Integration Osteuropas in den europäischen Wirtschaftsraum auf einen anderen Bereich:

Die Emissionen des Verkehrssektors stiegen von 1990 bis 2007 zunächst um 26 Prozent auf 987 Millionen Tonnen. Nach 2007 sind sie dann wieder gefallen.

Welcher Verkehrsträger verursacht wie viel CO2?

Der Anteil des Pkw-Verkehrs an den CO2-Emissionen des Transportsektors schrumpft kontinuierlich. Die größten Zuwächse verzeichnet der internationale Luftverkehr: Noch 1990 lediglich für gut 7 Prozent der Verkehrsemissionen verantwortlich, waren es 2015 schon 12 Prozent.

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