Glücksforschung Lesezeit 1 Min. Lesezeit 1 Min.

Zufall oder Persönlichkeit?

Seit 2012 feiert die Welt jeweils am 20. März den Tag des Glücks. Doch um glücklich zu sein, braucht der Mensch nicht nur Geld und Gesundheit, sondern auch eine bestimmte Persönlichkeit.

Kernaussagen in Kürze:
Zur detaillierten Fassung

Jahr für Jahr werden gut 18.000 Bundesbürger gefragt, wie zufrieden sie im Allgemeinen mit ihrem Leben sind. Auf einer Skala von 0 (ganz und gar unzufrieden) bis 10 (ganz und gar zufrieden) kamen die Deutschen in den vergangenen Jahren auf eine subjektive Lebenszufriedenheit von durchschnittlich 7,0 Punkten.

Die Glücksforschung zeigt, dass vor allem eine gute Gesundheit und ein Arbeitsplatz mit einer hohen Lebenszufriedenheit einhergehen. Doch diese beiden Faktoren erklären nicht alle individuellen Unterschiede – auch die Persönlichkeit spielt eine wichtige Rolle.

Die am häufigsten genutzte Klassifizierung von Persönlichkeitsmerkmalen ist das psychologische Konzept der BIG-5, das die Persönlichkeit auf fünf grundlegende Dimensionen abstrahiert (Grafik):

Neurotizismus. Darunter versteht man die emotionale Stabilität eines Menschen. Je sorgenvoller, ängstlicher und verletzlicher er ist, desto höher der Neurotizismus. Solche Menschen können zum Beispiel schwer mit Rückschlägen umgehen und sind häufiger geschieden. Ihre subjektive Lebenszufriedenheit liegt im Durchschnitt um 0,3 Punkte niedriger als bei jenen mit weniger stark ausgeprägtem Neurotizismus.

Extraversion. Ausgesprochen gesellige, herzliche und aktive Menschen haben eine um durchschnittlich 0,22 Punkte höhere Lebenszufriedenheit. Sie wählen häufig Berufe mit viel Kundenkontakt – und sind meist erfolgreicher als introvertierte Menschen.

Verträglichkeit. Dieses Kriterium beschreibt Persönlichkeiten mit einem hohen Maß an Bescheidenheit und Aufrichtigkeit. Weil diese Menschen oft soziale Berufe ausüben und sich ehrenamtlich engagieren, verdienen sie meist weniger als andere, werden aber mit einer höheren Lebenszufriedenheit entschädigt.

Auch die übrigen beiden Persönlichkeitsmerkmale – Offenheit für neue Erfahrungen und Gewissenhaftigkeit – korrelieren positiv mit der Lebenszufriedenheit. Alle fünf Merkmale sind übrigens kombinierbar: Wer zum Beispiel sehr ängstlich ist, kann gleichzeitig auch sehr durchsetzungsfähig und aktiv sein.

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