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Single sucht Sicherheit

Wer heute Single ist, muss investieren: entweder in ein Haus, ein Auto oder zumindest in einen Hund. Denn die Alleinstehenden schätzen bei potenziellen Datingpartnern vor allem Symbole der Sicherheit und des Wohlstands. Weniger attraktiv sind dagegen Tattoos und Piercings – und Kinder.

Kernaussagen in Kürze:
  • Für 54 Prozent der Männer und 45 Prozent der Frauen erhöht ein Eigenheim die Attraktivität eines potenziellen Datingpartners.
  • Auch flauschige Vierbeiner stehen hoch im Kurs: Hundebesitzer haben bei jeweils einem Drittel der Frauen und Männer gute Chancen auf ein romantisches Treffen.
  • Besonders unattraktiv ist es hingegen, wenn der Partner in spe bereits ein Kind hat.
Zur detaillierten Fassung

„Mein Haus, mein Auto, mein Boot“ – der Werbeklassiker aus den 1990er Jahren ist zurück. Und zwar bei den Partnervorlieben der Bundesbürger. Denn Wohneigentum und andere materielle Besitztümer sind für Beziehungswillige ausschlaggebende Faktoren, die einen potenziellen Datingpartner besonders attraktiv machen.

Vor allem das eigene Haus ist in Zeiten steigender Immobilienpreise der mit Abstand größte Pluspunkt auf dem Beziehungsmarkt (Grafik).

Für 54 Prozent der Männer und 45 Prozent der Frauen erhöht ein Eigenheim die Attraktivität eines potenziellen Datingpartners.

So viel Prozent der Bundesbürger finden diese Merkmale bei potenziellen Datingpartnern attraktiv bzw. abschreckend

Die Sehnsucht nach materiellen Gütern reicht allerdings noch weiter: Für zwei von fünf Bundesbürgern verführt auch ein anderes beliebtes Statussymbol der Deutschen – das eigene Auto – zu einem ersten Treffen.

Ein Hund erhöht die Chancen auf ein Date

Nach Auto und Haus stehen immerhin nicht Boote, sondern flauschige Vierbeiner hoch im Kurs. Die Herzen der Bundesbürger schlagen allerdings mehr für Hunde als für Katzen. Hundebesitzer haben bei jeweils einem Drittel der Frauen und Männer gute Chancen auf ein romantisches Treffen. Katzen sind nur bei jedem Fünften ein Grund, ein Date in Erwägung zu ziehen.

Allerdings gibt es auch Merkmale, die die Chancen für ein romantisches Beisammensein schwächen – zum Beispiel der Wunsch nach einer Familie. Der Kinderwunsch mindert die Chance auf ein Date bei 27 Prozent der Männer und sogar 36 Prozent der Frauen.

Besonders unattraktiv ist es aber, wenn der Partner in spe bereits Vater oder Mutter ist. Für 43 Prozent der Männer und fast ebenso viele Frauen schwinden die Chancen auf ein Date, wenn der potenzielle Partner bereits ein Kind hat. Vorhandene Piercings und Tätowierungen wirken sich ebenfalls negativ auf die Datingchancen aus.

Obwohl in Deutschland mehr als jeder Fünfte tätowiert ist – mit steigender Tendenz – mindert die Körperkunst bei 39 Prozent der Männer und 34 Prozent der Frauen die Chance auf ein Date.

Mehr als die Hälfte der Bundesbürger fühlt sich zudem nicht zu Personen hingezogen, die ein Piercing haben.

Die Vorlieben und Abneigungen von Frauen und Männern liegen insgesamt sehr nah beieinander. Allerdings sind die betrachteten Merkmale nur ein kleiner Teil dessen, was bei der Partnerwahl wichtig ist. So sind Charaktereigenschaften oder Verhaltensweisen nicht in dieser Auswertung enthalten. Dennoch verspüren die Bundesbürger anscheinend auch im zweiten Millennium den Wunsch nach Sicherheit und Wohlstand. Ein Profilbild vorm eigenen Haus, am besten noch mit Hund, könnte bei Tinder, Elitepartner und Co. also die Chancen auf dem Datingmarkt für den ein oder anderen Single verbessern.

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