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Innovative Unternehmen sind erfolgreicher

Unternehmen mit einem hohen Output an neuen Ideen wirtschaften rentabler als andere Betriebe. Wer keine Innovationen hervorbringt, erzielt unterdurchschnittliche Gewinne.

Kernaussagen in Kürze:
  • Innovative Betriebe erzielen meist höhere Umsatzrenditen als der Durchschnitt der Unternehmen.
  • Zur besonders erfolgreichen Kategorie der disruptiven Innovatoren zählen knapp 20 Prozent der Unternehmen – sie punkten mit ihrem Mut und ihrer Offenheit für Neues.
  • Nur 6 Prozent der Industriefirmen stehen als Technologieführer an der Spitze der deutschen Innovationslandschaft.
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Ohne Innovationen gäbe es keinen Fortschritt. Ein Beispiel: Gelänge es einem Unternehmen, autonome, bezahlbare, sichere und emissionsfreie Flugtaxis zu bauen, wären viele Verkehrs- und Umweltprobleme gelöst. Bald würden weitere Unternehmen solche Gefährte entwickeln oder einfach nachbauen. Einige Firmen, die traditionelle Transportmittel herstellen, würden dagegen vermutlich gar nicht reagieren und weiter Autos, Busse und Motorräder bauen, die möglicherweise über kurz oder lang keine Käufer mehr fänden.

Unternehmen mit einer starken Forschungs- und Technologieorientierung erzielen meist höhere Gewinne als innovationsträge Unternehmen.

Das Thema Innovationen wird also in Betrieben ganz unterschiedlich gehandhabt. Welche innovativen Milieus es in der deutschen Wirtschaft gibt, hat die IW Consult in einer von der Bertelsmann Stiftung finanzierten Studie untersucht. Im Ergebnis hat sie sieben Innovationstypen herausgefiltert.

Dabei zeigt sich, dass die Innovationskraft eng mit dem Unternehmenserfolg verknüpft ist (Grafik):

Betriebe, die dem hochinnovativen Milieu zugerechnet werden können, erzielen meist deutlich höhere Umsatzrenditen als der Durchschnitt der Unternehmen.

Um so viel Prozent lag die Nettoumsatzrendite der Unternehmen dieser Innovationsmilieus in Deutschland im Jahr 2017 über oder unter dem Durchschnitt aller Unternehmen

Das sind die wirtschaftlich erfolgreichsten Innovationstypen:

  1. Disruptive Innovatoren punkten mit ihrem Mut und ihrer Offenheit für Neues sowie der Einbindung der Mitarbeiter in den Innovationsprozess. Knapp 20 Prozent der Unternehmen zählen zu dieser Kategorie.
  2. Technologieführer stellen – gemessen am Innovationsoutput – die Spitze der deutschen Innovationslandschaft dar und zeichnen sich durch eine starke Forschungs- und Technologieorientierung aus. Nur rund 6 Prozent der Industriefirmen und industrienahen Dienstleister zählen zu diesem Milieu.
  3. Kooperative Innovatoren setzen auf Teamarbeit und eine gute interne Vernetzung, sodass die gesamte Belegschaft am Innovationsprozess beteiligt ist. Mit rund 25 Prozent aller Unternehmen bilden kooperative Innovatoren das größte Milieu.

Alle anderen Betriebe sind den vier übrigen Kategorien zuzuordnen, die wirtschaftlich unterdurchschnittlich abschneiden. Dazu zählt knapp die Hälfte der Unternehmen des Industrie-Dienstleistungs-Verbunds.

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