Berufstätige Ausländer: Wer verdient am meisten?
In Deutschland verdienten Ende 2024 Menschen mit indischer Staatsbürgerschaft im Median am meisten. Das liegt vor allem daran, dass sie oft in gut bezahlten akademischen MINT-Berufen beschäftigt sind.
- Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Inder in akademischen MINT-Berufen in Deutschland stieg zwischen Ende 2012 und Ende 2024 von 3.750 auf 32.847 und damit um fast 776 Prozent.
- Damit haben mehr als 30 Prozent der in Deutschland arbeitenden Inder einen Job im akademischen MINT-Bereich.
- Da Jobs in diesem Bereich in der Regel gut bezahlt sind, macht sich das auch in der Entgeltstatistik bemerkbar: Unter den Vollzeitbeschäftigten in Deutschland erhalten Inder mit 5.393 Euro pro Monat den höchsten Medianlohn.
Die Demografie und der Fachkräftemangel sind Deutschlands Antrieb, mehr Fachkräfte aus Drittstaaten für den hiesigen Arbeitsmarkt zu gewinnen. Das hat in den vergangenen Jahren durchaus gut funktioniert: Zwischen Ende 2012 und Ende 2024 ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ausländer um gut 153 Prozent gestiegen.
Besonders erfolgreich wirbt Deutschland in akademischen MINT-Berufen – das sind Jobs, für die ein Hochschulabschluss in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften oder Technik notwendig ist – um Fachkräfte aus Drittstaaten. Im Betrachtungszeitraum betrug das Plus hier 376 Prozent. Hervor sticht dabei eine Nation:
Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Inder in akademischen MINT-Berufen stieg zwischen Ende 2012 und Ende 2024 von 3.750 auf 32.847 und damit um fast 776 Prozent.
Damit haben mehr als 30 Prozent der in Deutschland arbeitenden Inder einen Job im akademischen MINT-Bereich. Keine andere Nation kommt auf einen ähnlichen Anteil.
Die starke Präsenz der indischen Staatsbürger im MINT-Sektor macht sich auch in der Entgeltstatistik bemerkbar, denn Jobs in diesem Bereich sind in der Regel gut bezahlt (Grafik):
Unter den Vollzeitbeschäftigten in Deutschland erhalten Inder mit 5.393 Euro pro Monat den höchsten Medianlohn.
Knapp dahinter folgen Arbeitskräfte aus Österreich, den USA sowie dem Vereinigten Königreich und Irland. Die deutschen Staatsbürger erreichen einen Medianlohn von 4.177 Euro.
Mehr als 30 Prozent der in Deutschland arbeitenden Inder haben einen Job im akademischen, meist gut bezahlten MINT-Bereich. Dadurch erhalten Inder mit 5.393 Euro pro Monat den höchsten Medianlohn aller Vollzeitbeschäftigten hierzulande.
Die hohen Mediangehälter ausländischer Beschäftigter deuten darauf hin, dass sie überdurchschnittlich oft als Fachkräfte oder in akademischen Berufen beschäftigt sind. Angesichts des fortlaufenden demografischen Wandels wird das Anwerben qualifizierter Kräfte für die deutsche Wirtschaft künftig eine noch wichtigere Rolle spielen. Eine verstärkte Zuwanderung über die Hochschulen (siehe "Zuwanderung über die Hochschulen stärkt MINT-Arbeitsmarkt") und unbürokratische Prozesse können dafür besonders hilfreich sein.