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Die Weltkonzerne

Unternehmen, die weltweit den meisten Umsatz erzielen, sind nicht automatisch die wertvollsten. In den vergangenen Jahren haben vor allem Digitalkonzerne das Herz der Anleger gewonnen.

Kernaussagen in Kürze:
  • Die zehn umsatzstärksten Unternehmen der Welt waren im Geschäftsjahr 2017/2018 klassische Industrie- und Handelsunternehmen.
  • Beim Börsenwert liegen dagegen seit geraumer Zeit die Digitalkonzerne vorn, allen voran die US-Giganten Apple, Amazon, Microsoft und Alphabet.
  • Zuletzt zeichnete sich eine stärkere Vermischung beider Welten ab: Während die Traditionsunternehmen versuchen, ihr Onlinegeschäft auszubauen, eröffnet Amazon eigene kleine Supermärkte.
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Menschen müssen essen, heizen, Möbel und Kleidung kaufen sowie mobil sein. Dafür geben sie viel Geld aus, wie ein Blick auf die zehn umsatzstärksten Konzerne der Welt zeigt – allesamt klassische Industrie- und Handelsunternehmen. Angeführt wird das Ranking der umsatzstärksten Firmen seit Jahren vom amerikanischen Handelsgiganten Walmart (Grafik): Im Geschäftsjahr 2017/18 setzte Walmart 500 Milliarden Dollar um, so viel wie kein anderes Unternehmen der Welt. Die zehn umsatzstärksten und die zehn wertvollsten Unternehmen der Welt Außerdem ist der Handelskonzern, der mehr als 11.700 Läden weltweit betreibt, auch der größte private Arbeitgeber: In den USA beschäftigt Walmart 1,5 Millionen Menschen, weltweit arbeiten sogar rund 2,3 Millionen für den Konzern. Doch obwohl das Traditionsunternehmen, das 1950 von Sam Walton im Bundesstaat Arkansas gegründet wurde, in den Vereinigten Staaten allgegenwärtig ist – so leben 90 Prozent der Amerikaner maximal zehn Meilen von einer Walmart-Filiale entfernt –, schlägt sich dies schon seit einigen Jahren nicht im Börsenkurs nieder: Walmart schafft es nicht mal mehr unter die zehn wertvollsten Unternehmen der Welt.

Sechs der zehn weltweit teuersten Unternehmen haben digitale Geschäftsmodelle.

Das Herz der Investoren hängt heute offensichtlich weniger am ganz Konkreten, sondern mehr an Bits und Bytes. Sechs der zehn weltweit teuersten Unternehmen haben digitale Geschäftsmodelle. Ein iPhone macht zwar nicht satt und ein Like wärmt höchstens das Herz, doch Anleger versprechen sich von Internetkonzernen offenbar größere Wachstumschancen als von traditionellen Unternehmen: Das wertvollste Unternehmen der Welt ist Apple; der US-Technologiekonzern ist auch die erste Firma, die an der Börse die 1-Billion-Dollar-Marke geknackt hat. Während Traditionskonzerne versuchen, online den Anschluss zu finden – Walmart erzielt weniger als 4 Prozent seines Konzernumsatzes im Online-Handel –, gehen mehr und mehr Digitalkonzerne dazu über, reale Shops zu eröffnen. Amazon soll Pläne hegen, den drei bereits eröffneten kleinen Geschäften für den täglichen Bedarf weitere 3.000 in den USA folgen zu lassen. In einem werden sich die Amazon-Go-Läden allerdings gravierend von den Walmart-Märkten unterscheiden: In den Mini-Supermärkten des Online-Versandhändlers gibt es keine Kassen.

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