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Wohin mit der erneuerbaren Energie?

Bis spätestens 2020 soll der Anteil erneuerbarer Energie am gesamten Stromverbrauch in Deutschland auf mindestens 35 Prozent steigen, bis 2050 sogar auf 80 Prozent. Ein Problem dabei ist allerdings, dass Wind und Sonne nicht immer zu dem Zeitpunkt Energie liefern, zu welchem wir sie brauchen. Daher spielen Stromspeicher für die Energiewende eine zentrale Rolle.

Kernaussagen in Kürze:
  • Bis spätestens 2020 soll der Anteil erneuerbarer Energie am gesamten Stromverbrauch in Deutschland auf mindestens 35 Prozent steigen, bis 2050 sogar auf 80 Prozent.
  • Will man überschüssigen Strom speichern und später nutzen, müssten in Deutschland etwa 16 bzw. 28 Gigawatt Kurzzeitspeicher zusätzlich gebaut werden.
  • Der Ausbau der erneuerbaren Energien führt dazu, dass die Stromerzeugung schlechter vorhersagbar ist und sehr viel stärker schwankt.
Zur detaillierten Fassung

Der Wind pustet ordentlich und trotzdem stehen die Rotoren des Windkraftwerks still. Kein seltenes Bild in Deutschland. Das Netz kann den Strom, der erzeugt werden würde, einfach nicht immer aufnehmen. Weht umgekehrt mal kein Wind oder die Sonne scheint nicht, fehlt es wiederum an Strom. Der Ausbau der erneuerbaren Energien führt so dazu, dass die Stromerzeugung schlechter vorhersagbar ist und sehr viel stärker schwankt.

Laut einer Studie des Verbands der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE) würde bei einem Anteil von 40 Prozent erneuerbarer Energien in gerade mal 44 der 8.765 Stunden eines Jahres zu viel Strom erzeugt – bei einem Anteil von 80 Prozent explodiert dieser Wert auf 2.329 Stunden.

Will man diesen überschüssigen Strom speichern und später nutzen, müssten in Deutschland etwa 16 bzw. 28 Gigawatt Kurzzeitspeicher wie Pumpspeicherkraftwerke oder Druckluftspeicher zusätzlich gebaut werden, also mindestens etwa das Doppelte der existierenden Speicherleistung (Kasten).

Statt ausschließlich weitere Speicher zu bauen, ist es laut der Studie des VDE bei einem Anteil von mindestens 40 Prozent erneuerbarer Energien günstiger, die Produktion zu begrenzen. Dann entstünde überschüssige Energie erst gar nicht. Denn egal welche Speichertechnologie man wählt, sie ist vergleichsweise teuer (Grafik).

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