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Wir sind dann mal draußen

Es gibt kein schlechtes Wetter, nur die falsche Kleidung – das weiß niemand besser als die Deutschen. Denn ob Wanderer, Biker oder auch Nicht-Sportler: Die Bundesbürger kaufen mehr Funktionskleidung und andere Outdoor-Artikel als jedes andere Volk in Europa.

Kernaussagen in Kürze:
  • Die Bundesbürger kaufen mehr Funktionskleidung und andere Outdoor-Artikel als jedes andere Volk in Europa.
  • Von 2006 bis 2011 ist der Umsatz der Branche um 44 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro gestiegen.
  • Doch nicht nur die aktiven Outdoor-Fans sind stets tipptopp ausgerüstet, auch bei Nicht-Sportlern wird Funktionskleidung immer beliebter.
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Um der Hektik der Städte und des digitalisierten Büroalltags zu entkommen, gibt es für die Deutschen vor allem eins: das Wandern. Rund 40 Millionen Bundesbürger machen sich regelmäßig auf die Socken. Neben Trekking, Bergsteigen, Mountainbiken und Camping ist Wandern damit der Outdoor-Sport schlechthin. Doch wer bei jedem Wetter an der frischen Luft sein will, braucht eine gute Ausrüstung: Im Schnitt lässt jeder Aktive dafür 92 Euro im Jahr springen. Besonders wichtig ist die Oberbekleidung: 93 Prozent der Wanderer besitzen wetterfeste Jacken. Zur Grundausstattung gehören außerdem Wanderschuhe und Tagesrucksäcke.

Doch nicht nur die aktiven Outdoor-Fans sind stets tipptopp ausgerüstet, auch bei Nicht-Sportlern wird Funktionskleidung immer beliebter: Rund 74 Prozent von ihnen decken sich zum Beispiel mit einer wetterfesten Jacke ein. So sieht man auch beim Bummel durch die Einkaufsstraße Passanten mit Himalaja-tauglichen Jacken.

Dieser Trend lässt die Kassen der Outdoor-Ausrüster kräftig klingeln:

Von 2006 bis 2011 ist der Umsatz der Branche um 44 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro gestiegen.

Mit rund einem Viertel des Umsatzes ist der Outdoor-Markt das wichtigste Segment im deutschen Sporthandel und trug entscheidend zu dessen Umsatz von 7,2 Milliarden Euro im Jahr 2011 bei. Im europäischen Vergleich kauft keiner so viele Outdoor-Produkte wie die Deutschen. Laut der European Outdoor Group sorgen die Bundesbürger mit 23 Prozent nahezu für ein Viertel des europäischen Umsatzes.

Nach hohen Zuwächsen in den vergangenen Jahren hat sich das deutsche Outdoor-Wachstum 2011 allerdings auf 5,7 Prozent abgeschwächt (Grafik). Brancheninsider erwarten außerdem strukturelle Veränderungen auf dem Markt. Der Handel hat bereits heute Probleme: Vor allem Onlineshops und ausländische Discounter machen ihm mit ihren Offerten zu schaffen.

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