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Wie zufrieden sind die Deutschen?

Familie Fröhlich ist eine typisch deutsche Familie: Mutter Elke ist Lehrerin, Vater Michael arbeitet bei einem Fernsehsender als Kameramann. Die beiden Kinder Leonie, 13, und Max, 10, gehen beide aufs Gymnasium, wo auch Oma Heidi einmal in der Woche nachmittags ehrenamtlich als Hausaufgabenbetreuerin aktiv ist.

Kernaussagen in Kürze:
  • Lebenszufriedenheit ist so hoch wie seit langem nicht.
  • Ein intakter Familienverbund und Freundeskreis, ehrenamtliches Engagement und ein geordnetes Arbeitsverhältnis tragen zur Lebenszufriedenheit bei.
  • Arbeitslose sind signifikant unglücklicher als Menschen, die einer sinnstiftenden Arbeit nachgehen.
Zur detaillierten Fassung

Familie Fröhlich ist mit ihrem Leben ziemlich zufrieden. Gefragt, wo sie sich auf einer Wohlfühl-Skala von 0 (gar und gar unzufrieden) bis 10 (ganz und gar zufrieden) einsortieren würden, antworten die Fröhlichs mit „sehr zufrieden“ und erreichen auf der Skala eine 8,5. Das ist mehr, als der Durchschnittsdeutsche im Jahr 2012 bei einer Befragung durch das sozio-oekonomische Panel erzielte – die rund 20.000 Menschen, die mitmachten, kamen im Schnitt auf einen Zufriedenheitsfaktor von 7,1. Das ist zwar weniger, als die Fröhlichs erzielen, aber es ist der höchste Wert, der seit Beginn der Umfrage im Jahr 2000 ermittelt wurde.

Ein Blick auf die näheren Lebensumstände (Grafiken) zeigt, warum Familie Fröhlich glücklicher mit ihrem Leben ist als viele Andere: Sie leben in einem intakten Familienverbund, pflegen ihren Freundeskreis, engagieren sich ehrenamtlich und beide Elternteile gehen einer Arbeit nach, die es ihnen ermöglicht, eine schöne Wohnung und sportliche Aktivitäten zu finanzieren. Die Arbeit gibt den Fröhlichs aber nicht nur finanzielle Sicherheit: So sind Arbeitslose, die die gleichen monatlichen Einkünfte, den gleichen Gesundheitsstatuts und den gleichen Bildungsstand haben wie Erwerbstätige, signifikant unglücklicher als Menschen, die einer sinnstiftenden Arbeit nachgehen.

 

 

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