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Wie gerecht ist Deutschland?

Die Arbeitsbedingungen in Deutschland werden immer schlechter. Eine lebenslange Vollzeitarbeit reicht nicht mehr für eine anständige Rente. Das Elternhaus bestimmt die Bildungschancen der Kinder. Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander. Was ist wirklich dran an diesen Aussagen?

Kernaussagen in Kürze:
  • Die Arbeitsbedingungen in Deutschland werden immer schlechter - eine lebenslange Vollzeitarbeit reicht nicht mehr für eine anständige Rente.
  • Das Nettovermögen der Mittelschicht besteht nicht nur aus „Oma ihr klein Häuschen“, sondern auch aus Geldvermögen, Bausparguthaben und Versicherungen.
  • Je älter und erfahrener die Beschäftigten werden, desto seltener haben sie einen befristeten Job.
Zur detaillierten Fassung

Durchschnittliches Brutto- und Nettovermögen je Erwachsenen.

Das Nettovermögen der Mittelschicht besteht nicht nur aus „Oma ihr klein Häuschen“, sondern auch aus Geldvermögen, Bausparguthaben und Versicherungen.

Anteil der Beschäftigten, die eine befristete Beschäftigung hatten.

Befristungen sind bei jungen Leuten durchaus üblich. Doch je älter und erfahrener die Beschäftigten werden, desto seltener haben sie einen befristeten Job.

Sozialversicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigte, die Arbeitslosengeld II beziehen.

Dass auch immer mehr Vollzeitbeschäftigte von ihrer Arbeit angeblich nicht leben können, ist schlichtweg falsch. Die Zahl der sogenannten Aufstocker – also Vollzeitbeschäftigte, die zusätzlich Hartz-IV-Leistungen bekommen – ist in den vergangenen Jahren sogar um 50.000 zurückgegangen.

Anteil der Personen, die vom unteren Einkommensfünftel in ein höheres aufgestiegen sind.

Von 100 Personen, die 2010 dem untersten Einkommensfünftel angehörten, waren ein Jahr später 33 in ein höheres Fünftel aufgestiegen. Umgekehrt sind aus höheren Einkommensfünfteln nur 5 von 100 Personen ganz nach unten abgestiegen.

Anteil der Bezieher von Grundsicherungsleistungen.

In Deutschland gibt es für alle Menschen, die kein oder nur ein geringes Einkommen haben, eine Grundsicherung. Bei Langzeitarbeitslosen beispielsweise ist das Hartz IV, bei Rentnern die Grundsicherung im Alter. Der Anteil der Ruheständler, die auf Grundsicherung angewiesen sind, lag 2011 bei 2,6 Prozent – von der übrigen erwachsenen Bevölkerung bekamen 8,5 Prozent Hartz IV.

Institut der deutschen Wirtschaft Köln (Hrsg.): 
Wie gerecht ist Deutschland? Vorurteile und Fakten
, Köln 2013, 7,80 Euro
, Bestellung unter

www.iwmedien.de/bookshop</p>

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