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Wie die Weltmeister

Die Bundesbürger geben fürs Reisen immer mehr Geld aus. Vor allem Kurztrips stehen hoch im Kurs. Gebucht wird häufig online, doch auch klassische Reisebüros konnten ihre Umsätze in den vergangenen Jahren weiter erhöhen.

Kernaussagen in Kürze:
  • Die Bundesbürger geben fürs Reisen immer mehr Geld aus.
  • Knapp 61 Milliarden Euro ließen sich die Bundesbürger im Jahr 2011 ihre Auslandsreisen kosten – 1,8 Milliarden Euro mehr als im Jahr davor.
  • Im Jahr 2011 lagen rund ein Drittel der Urlaubsziele zwischen Ostsee und Alpen – im Jahr davor waren es rund 40 Prozent.
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Während die einen auf Mallorca in der Sonne brutzeln, erkunden andere auf dem Fahrrad die holländische Küste oder durchwandern die österreichischen Alpen. Die Deutschen sind Weltmeister – kein anderes Volk gibt so viel Geld fürs Reisen aus (Grafik):

Knapp 61 Milliarden Euro ließen sich die Bundesbürger im Jahr 2011 ihre Auslandsreisen kosten – 1,8 Milliarden Euro mehr als im Jahr davor.

US-Amerikaner sowie Chinesen belegten mit 58 respektive 54 Milliarden Euro die Plätze zwei und drei – obwohl sie deutlich mehr Einwohner haben. Kein Wunder also, dass der Tourismus einer der größten Wirtschaftszweige in Deutschland ist: Gut 241 Milliarden Euro Umsatz wurden dort zuletzt erwirtschaftet.

Auch 2012 sind die Deutschen laut einer Umfrage der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) wieder in bester Urlaubsstimmung: Eine Mehrheit will genauso viel für Reisen ausgeben wie 2011, rund 12 Prozent haben sogar ein höheres Budget eingeplant. Sparen will – oder muss – nicht einmal jeder Zehnte.

Beliebte Urlaubsziele sind die Mittelmeerländer, aber auch heimische Gefilde:

Im Jahr 2011 lagen rund ein Drittel der Urlaubsziele zwischen Ostsee und Alpen – im Jahr davor waren es rund 40 Prozent.

Die Deutschen gehen zudem immer öfter auf Reisen – allerdings immer häufiger nur für Kurztrips: Unterm Strich kamen so im vergangenen Jahr 78 Millionen Reisen mit zwei bis vier Tagen Aufenthalt zustande.

Gebucht wird mittlerweile öfter online, rund ein Drittel der Reisenden stellte sich seinen Urlaub im Internet zusammen. Die klassischen Reisebüros haben allerdings noch immer die Nase vorn: Im vergangenen Jahr verzeichneten sie sogar einen Rekordumsatz von 22,4 Milliarden Euro – ein Plus von 9,5 Prozent.

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