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Wichtiger Hafen

Am 15. Februar wählen die Hamburger ein neues Stadtparlament – die Bürgerschaft. Wirtschaftlich steht die Hansestadt trotz einiger Schwachpunkte gut da, Bürgermeister Olaf Scholz muss keine Wechselstimmung fürchten.

Kernaussagen in Kürze:
  • Am 15. Februar 2015 wählen die Hamburger ein neues Stadtparlament – die Bürgerschaft. Wirtschaftlich stehtdie Hansestadt trotz einiger Schwachpunkte gut da.
  • Mit durchschnittlich 7,6 Prozent ist die Arbeitslosenquote in Hamburg 2014 leicht gestiegen, bundesweit fiel sie um durchschnittlich 0,2 Prozentpunkte.
  • In Hamburg hängen laut einer Untersuchung mehr als 150.000 Arbeitsplätze direkt und indirekt vom Hafen ab.
Zur detaillierten Fassung

Mit einem Bruttoinlandsprodukt von 53.600 Euro je Einwohner im Jahr 2013 ist Hamburg das stärkste Bundesland. Mit Düsseldorf, München oder Stuttgart gibt es in den Flächenländern allerdings eine Reihe von Städten, die eine noch höhere Wirtschaftskraft aufweisen.

Beim Wachstum war Hamburg im ersten Halbjahr 2014 mit real nur 
​0,7 Prozent sogar das schlechteste Bundesland – was sich auch auf dem Arbeitsmarkt widerspiegelt (Grafik):

Mit durchschnittlich 7,6 Prozent ist die Arbeitslosenquote in Hamburg 2014 leicht gestiegen. Bundesweit dagegen fiel die Quote um durchschnittlich 0,2 Prozentpunkte.

Zu den Baustellen, die dem Senat Kopfschmerzen bereiten, gehört nicht nur die Elbphilharmonie – sie soll 2017 mit siebenjähriger Verspätung fertiggestellt werden und kostet mit knapp 800 Millionen Euro zehn Mal so viel wie veranschlagt. Auch die vom Bundesverwaltungsgericht gestoppte Vertiefung der Elbfahr­rinne schafft Probleme. Große Containerschiffe können den Hafen nicht voll beladen anlaufen. Dabei ist der Seehandel eine der Lebensadern:

Nach einer Untersuchung des Zentralverbands der deutschen See­hafenbetriebe hängen in Hamburg mehr als 150.000 Arbeitsplätze direkt und indirekt vom Hafen ab.

Nur 9 Prozent der Erwerbstätigen arbeiten in der Industrie, vorrangig in der Luftfahrtbranche bei Airbus.

Eine Trumpfkarte der zweitgrößten deutschen Stadt ist die Hafen­city. Bis 2025 sollen an der Elbe auf einem 220 Fußballfelder großen Gelände 6.000 Wohnungen, eine Universität sowie Büros und Hotels für 45.000 Menschen entstehen.

Aber nicht nur am Hamburger Hafen wird gebaut: Im Jahr 2013 ist es dem Senat gelungen, die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen um ein Fünftel auf 10.000 zu steigern und dieses hohe Niveau auch 2014 zu halten. Allerdings weist Hamburg von den drei größten deutschen Metropolen derzeit das geringste Bevölkerungswachstum auf – 2013 kamen 11.000 Menschen hinzu, während die Bevölkerung in Berlin um 47.000 und in München um 20.000 Menschen zunahm.

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