IW-Konjunkturumfrage Lesezeit 1 Min. Lesezeit 1 Min.

Weniger Investitionen

Die europäische Staatsschuldenkrise trifft zunehmend auch die deutsche Wirtschaft. Das Auslandsgeschäft läuft deutlich schwächer und die Unternehmen halten sich bei ihren Personal- und Kapazitätsplanungen zurück. Einige sehen bereits ihre Investitionen gefährdet.

Kernaussagen in Kürze:
  • Die europäische Staatsschuldenkrise trifft zunehmend auch die deutsche Wirtschaft.
  • Ein Drittel der Unternehmen will oder muss wegen der Schuldenkrise weniger Investitionen.
  • Häufig wird die generelle Unsicherheit über die Stabilität der Europäischen Währungsunion und damit die Zukunft des Euro als Grund genannt.
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Die europäische Staatsschuldenkrise trifft zunehmend auch die deutsche Wirtschaft. Das Auslandsgeschäft läuft deutlich schwächer und die Unternehmen halten sich bei ihren Personal- und Kapazitätsplanungen zurück. Einige sehen bereits ihre Investitionen gefährdet.

In seiner Herbstumfrage hat das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) rund 2.300 Unternehmen gefragt, ob ihre Investitionstätigkeit im Inland durch die Staatsschuldenkrise beeinträchtigt wird (vgl. iwd 47/2012). Bislang sind die Skeptiker in der Minderheit:

Ein Drittel der Unternehmen will oder muss wegen der Staatsschuldenkrise weniger investieren.

Diejenigen Firmen, die die Investitionsbremse ziehen, geben dafür folgende Gründe an (Grafik):

  1. Unsichere Absatzlage. Mehr als die Hälfte der betroffenen Betriebe knausert mit ihren Investitionen, weil ihre Kunden aus dem Euroraum weniger kaufen. Fast jedes zweite Unternehmen nennt zudem die unsichere Absatzlage in Deutschland als ein Investitionshemmnis.
  2. Politische Unsicherheit. Für 45 Prozent der Unternehmen ist der unklare Kurs der Wirtschaftspolitik ein Grund für ihre negativen Investitionserwartungen. Offensichtlich ist weder das politische Krisenmanagement in Deutschland noch das der Europäischen Union vertrauensfördernd. Ebenso häufig wird die generelle Unsicherheit über die Stabilität der Europäischen Währungsunion und damit die Zukunft des Euro genannt.

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