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Vorzüge besser nutzen

Soziale Netzwerke werden überwiegend privat genutzt. Doch auch für berufliche Zwecke kann das Web 2.0 hilfreich sein. Während große Unternehmen dort bereits sehr aktiv sind, verwenden kleine und mittlere Betriebe Facebook, Twitter oder Google+ bislang kaum.

Kernaussagen in Kürze:
  • Soziale Netzwerke werden überwiegend privat genutzt.
  • War das Web zunächst eine reine Informationsquelle, so kann inzwischen jeder Nutzer selbst Inhalte online stellen – in Blogs, auf eigenen Websites oder in sozialen Netzwerken, den Social Media.
  • Kleine und mittlere Unternehmen dagegen zeigen sich in Sachen Social Media eher verhalten und weniger strategisch.
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Schulfreunde wiederfinden, Hotelbewertungen für den nächsten Urlaub lesen, Videos oder Fotos online teilen oder den Service im Lieblingsrestaurant um die Ecke loben – das alles ist für die Nutzer des Internets längst Alltag. War das Web zunächst eine reine Informationsquelle, so kann inzwischen jeder Nutzer selbst Inhalte online stellen – in Blogs, auf eigenen Websites oder in sozialen Netzwerken, den Social Media.

Damit gemeint sind Internetanwendungen mit interaktiven Komponenten, die den Datenaustausch untereinander unterstützen. Für die private Nutzung ist Facebook momentan das Maß der Dinge: Drei von vier Deutschen haben ein Facebook-Profil, zwei Drittel setzen es aktiv ein, wie eine Befragung des Hightech-Verbands BITKOM ergab.

Auch die Unternehmen nutzen das hohe Interesse der User an den Social-Media-Plattformen, um ihre Zielgruppen möglichst direkt anzusprechen (Grafik). Insbesondere große Markenunternehmen, die im Privatkundengeschäft tätig sind, treten über das Web 2.0 mit ihren Kunden in Kontakt und präsentieren sich dort. Die eigenen Produkte oder Dienstleistungen zu bewerben, gehört für die Großen ebenfalls zum Marketing-Mix. Aus diesem Bedarf sind neue Berufsbilder wie der Social Media Manager entstanden, der sich schwerpunktmäßig mit Unternehmenskommunikation via Facebook oder Twitter beschäftigt.

Kleine und mittlere Unternehmen dagegen zeigen sich in Sachen Social Media eher verhalten und weniger strategisch. Möglicherweise fehlen ihnen dazu schlicht die Ressourcen und das Know-how.

Dabei muss nicht alles kompliziert sein. Ein Beispiel dafür ist das Social Media Monitoring. Darüber lässt sich herausfinden, wo im Internet etwas über ein Unternehmen und seine Produkte gesagt wird. Typischerweise lassen sich solche Informationen über Bewertungsplattformen finden oder auch in Blogs oder Foren. Doch nicht selten schrecken Unternehmen davor zurück, diese Bewertungen im Internet selbst zu suchen – schlichtweg aus Angst vor schlechter Kritik.

Damit lässt sich jedoch konstruktiv umgehen. So kann ein User im Netz zum Beispiel anonym die muffeligen Teppiche in einem Hotel anprangern – aber umgekehrt hat der Hotelmanager auch die Möglichkeit, sofort darauf zu reagieren und die Netzgemeinde darüber zu informieren, dass die Teppiche entweder bereits ausgetauscht wurden oder der Mangel gar nicht bestand.

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