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Von Bäumen und Bratwürsten

Das milde Wetter beschert den Baumärkten, Gartencentern und Baumschulen steigende Umsätze. Die kann die Branche nach dem verhagelten Gartenjahr 2013 allerdings auch gut gebrauchen.

Kernaussagen in Kürze:
  • Das milde Wetter beschert den Baumärkten, Gartencentern und Baumschulen steigende Umsätze.
  • Für Gartensortimente gaben die Verbraucher im Jahr 2013 allein in den Bau- und Heimwerkermärkten in Deutschland mehr als 3,9 Milliarden Euro aus.
  • Der Industrieverband Garten (IVG) rechnet für den gesamten Markt 2014 mit einem Umsatzplus von 3,5 Prozent, sodass im Laufe des Jahres fast 17,7 Milliarden Euro für die Verschönerung von Balkonen und Gärten in Deutschland investiert werden dürften.
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Bäume einbuddeln, bräsig in der in der Sonne liegen. Und zwischendurch den Grill anwerfen, um die ein oder andere Bratwurst zu rösten. All das und noch viel mehr tun die Deutschen mit wachsender Freude in ihren Gärten oder auf Balkonien. Ihr Freizeitvergnügen an der frischen Luft lassen sie sich unter dem Strich eine Menge Geld kosten (Grafik):

Für Gartensortimente gaben die Verbraucher im Jahr 2013 allein in den Bau- und Heimwerkermärkten in Deutschland mehr als 3,9 Milliarden Euro aus.

Dabei war das vergangene Jahr wahrlich kein gutes für alle mit grünem Daumen: Im März fiel noch Schnee, Ende Mai regnete es dann tagelang so heftig, dass ganze Landstriche unter Wasser standen. Die Wetterkapriolen ließen Gartenbesitzer und Balkonbenutzer dementsprechend zaudern: Sie kauften 2013 deutlich weniger Blumen und Pflanzen als im Jahr zuvor, der Verband Deutscher Gartencenter sprach sogar von einem „der schwierigsten Jahre für die Branche“.

Doch dieses Jahr, in dem an Ostern bereits die Pfingstrosen blühten, wird alles anders: Der Handels­verband Heimwerken, Bauen und Garten verzeichnete in den Bau­märkten im Januar fast 10 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahres­monat, im Februar waren es sogar annähernd 20 Prozent.

Und weil Begonien, Buchsbäume und Bierbänke nicht nur in Bau­märkten verkauft werden, dürfen sich auch Baumschulen, Garten­center, Gärtnereien, Blumenfach­geschäfte, Wochenmärkte und Discounter über steigende Umsätze freuen:

Der Industrieverband Garten (IVG) rechnet für den gesamten Markt 2014 mit einem Umsatzplus von 3,5 Prozent, sodass im Laufe des Jahres fast 17,7 Milliarden Euro für die Verschönerung von Balkonen und Gärten in Deutschland investiert werden dürften.

Auf bessere Geschäfte hoffen laut IVG vor allem die Fachgartencenter sowie der Garten- und Landschaftsbau. Auch der Versandhandel, der Direkt- und der Internetvertrieb werden voraussichtlich leicht zu­legen. Dabei kaufen Gartenfans allerdings noch höchst selektiv online ein: Dünger, Grills und Gartenmöbel ordern Verbraucher durchaus per Mausklick, bei Pflanzen und Erden sind die meisten Hobbygärtner dagegen skeptisch.

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