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Vitamin K hilft

Mehr als die Hälfte aller offenen Stellen wird von kleinen Unternehmen angeboten – doch genau diese Betriebe haben die größten Schwierigkeiten, neue Mitarbeiter zu finden. Eine Lösung besteht darin, die eigene Belegschaft bei der Suche einzuspannen und auf persönliche Kontakte zu setzen.

Kernaussagen in Kürze:
  • Mehr als die Hälfte aller offenen Stellen wird von kleinen Unternehmen angeboten – doch genau diese Betriebe haben die größten Schwierigkeiten, neue Mitarbeiter zu finden.
  • Für kleine Firmen ist es am besten, auf persönliche Kontakte zu setzen: Auf diesem Weg fanden 77 Prozent der Betriebe geeignete Mitarbeiter.
  • Auch für mittlere Unternehmen mit bis zu 249 Mitarbeitern erwies sich Vitamin K(ontakt) mit einer Erfolgsquote von 53 Prozent als der effektivste Weg, offene Stellen zu besetzen.
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Gerade für die kleinen Betriebe mit maximal 49 Mitarbeitern gestaltet sich die Suche nach Fachkräften besonders schwierig. Weil die potenziellen Kandidaten eben auch von anderen, sprich größeren Unternehmen umworben werden, gehen die kleinen Firmen oft leer aus: Im Jahr 2011 fand fast ein Viertel von ihnen keine neuen Mitarbeiter. In den Großunternehmen kommt dieses Problem so gut wie nie vor: Lediglich 2 Prozent der Betriebe mit mindes­tens 250 Mitarbeitern konnten 2011 Arbeitsplätze nicht besetzen, weil es an geeigneten Bewerbern mangelte.

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hat dieses Phänomen näher untersucht und kommt zu eindeutigen Ergebnissen. Demnach hängt der Erfolg der Mitarbeitersuche nicht zuletzt entscheidend davon ab, auf welche Art und Weise gesucht wird (Grafik):

Für kleine Firmen ist es am besten, auf persönliche Kontakte zu setzen: Das haben 2011 zwar nur 49 Prozent dieser Betriebe getan – von denen fanden aber 77 Prozent auf diesem Weg geeignete Mitarbeiter.

Auch für mittlere Unternehmen mit bis zu 249 Mitarbeitern erwies sich Vitamin K(ontakt) mit einer Erfolgsquote von 53 Prozent als der effektivste Weg, offene Stellen zu besetzen. In den Großunternehmen dagegen ist dieses Mittel mit einer Erfolgsquote von 31 Prozent „nur“ zweite Wahl: Mit Inseraten in Zeitungen und Zeitschriften ist ihre Quote doppelt so hoch.

Vitamin K bedeutet konkret, dass die Unternehmen ihre Angestellten bitten, Freunde und Bekannte auf aktuelle Stellenangebote hinzuweisen. Diese – übrigens auch kostengünstige – Suche nach Fachkräften ist deshalb so erfolgversprechend, weil praktisch jeder jemanden kennt, die oder der vergleichbare Qualifikationen und Einstellungen hat wie man selbst.

Hinzu kommt, dass die Mitarbeiter bei ihrer Suche nach geeigneten Kandidaten bereits eine Vorauswahl treffen – denn unpassende Bewerbungen könnten auf sie selbst zurückfallen. Ganz zu schweigen davon, dass die eigenen Mitarbeiter ein detaillierteres Bild der Firma zeichnen können als jede Stellenanzeige in der Zeitung oder im Internet.

Weitere Informationen gibt es unter:www.kompetenzzentrum-fachkraeftesicherung.de

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