MINT-Akademiker Lesezeit 2 Min. Lesezeit 1 Min.

Vielgefragte Fachleute

Rechnerisch-analytisch denken, komplexe technische Probleme lösen – die Kompetenzen von Mathematikern, Informatikern, Naturwissenschaftlern und Technikern, also der sogenannten MINTler, sind in vielen Berufen gefragt. Der Bedarf an MINTlern geht weit über die klassischen Jobs wie Ingenieur oder Physiker hinaus.

Kernaussagen in Kürze:
  • Rechnerisch-analytisch denken, komplexe technische Probleme lösen – die Kompetenzen von Mathematikern, Informatikern, Naturwissenschaftlern und Technikern, also der sogenannten MINTler, sind in vielen Berufen gefragt.
  • Rund 60 Prozent der MINTler arbeiten – wie es ihre Ausbildung vermuten lässt – in einem technisch-naturwissenschaftlichen Beruf.
  • Die steigende Nachfrage nach naturwissenschaftlich-technischen Kompetenzen spiegelt sich auch in der Bezahlung wider.
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Insgesamt sind in der Bundesrepublik derzeit 2,28 Millionen MINT-Akademiker erwerbstätig – und das in den verschiedensten Wirtschaftssektoren, Branchen und Berufen (Grafik):

Rund 60 Prozent der MINTler arbeiten – wie es ihre Ausbildung vermuten lässt – in einem technisch-naturwissenschaftlichen Beruf.

Die übrigen 40 Prozent haben andere Wege eingeschlagen. Etwa 225.000 MINT-Akademiker sind in Rechts-, Management- und wirtschaftswissenschaftlichen Jobs beschäftigt, mehr als 128.000 davon als Unternehmer oder Geschäftsführer. So überrascht es wenig, dass zum Beispiel die Geschäftsführer und leitenden Angestellten in Maschinenbauunternehmen häufig Maschinenbauingenieure sind.

Weitere 154.000 MINT-Akademiker verdienen ihren Lebensunterhalt in Büro- und kaufmännischen Dienstleistungsberufen. Davon sind 22.000 als Verwaltungsfachleute im höheren oder gehobenen Dienst und 14.000 als Organisatoren oder Controller angestellt.

Auch in künstlerischen, medien-, geistes- und sozialwissenschaftlichen Jobs sind die MINTler zu Hause – allein 63.000 als Wissenschaftler und 12.000 als Publizisten.

Ein weiteres wichtiges Aufgabenfeld für MINT-Akademiker sind die Lehrberufe, vor allem Hochschullehrer und Dozenten haben oft einen entsprechenden Abschluss. So ist ein Physikprofessor in der Regel ein gelernter Physiker, und ein Maschinenbauprofessor ist Ingenieur.

Und schließlich sind die MINTler auch im Warenhandel und im Vertrieb gefragt. Rund 81.000 von ihnen haben zum Beispiel einen Job als Einkäufer oder Einkaufsleiter.

Um zu ermitteln, wie viele MINT-Hochschulabsolventen künftig gebraucht werden, um die Fachkräftelücke in Deutschland aufzufüllen, reicht es somit nicht, nur die klassischen Berufe anzuschauen. Die Palette der möglichen Tätigkeitsfelder für MINT-Qualifizierte reicht vielmehr vom Professor an einem Forschungsinstitut über den Geschäftsführer in technikaffinen Unternehmen bis hin zum Lehrer an beruflichen Schulen.

Die steigende Nachfrage nach naturwissenschaftlich-technischen Kompetenzen spiegelt sich auch in der Bezahlung wider – die begehrten Fachkräfte können sich in der Regel über eine ordentliche Entlohnung freuen: Die Bruttoverdienste für MINT-Akademiker sind mit rund 4.900 Euro im Monat deutlich höher als die Durchschnittsverdienste aller Akademiker – diese bekommen monatlich 350 Euro weniger.

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