Kultur und Freizeit Lesezeit 2 Min. Lesezeit 1 Min.

Vielfältiges Abendprogramm

Eine interessante Region zeichnet sich nicht nur durch gute Arbeitsmöglichkeiten aus, sondern auch durch ein ansprechendes und umfangreiches Kultur- und Freizeitangebot. Die größte Dichte gibt es im Saarland. Am vielfältigsten ist eine kleine Stadt in Rheinland-Pfalz.

Kernaussagen in Kürze:
  • Ein umfangreiches Kultur- und Freizeitangebot ist für Städte und Gemeinden von großer Bedeutung - sowohl aus Image- als auch aus wirtschaftlichen Gründen.
  • Fast die Hälfte aller Einrichtungen fällt in die Kategorie der „Bars, Kneipen, Cafés, Restaurants“. Sportvereine sind ebenfalls stark vertreten.
  • Gemessen an der Einwohnerzahl hat das Saarland das bundesweit größte Angebot.
Zur detaillierten Fassung

Theater, Museen, Restaurants, Sportvereine – ein umfangreiches Kultur- und Freizeitangebot ist für Städte und Gemeinden von großer Bedeutung. Zum einen sind sie wichtig, um besonders qualifizierte Beschäftigte vom neuen Arbeitsumfeld zu überzeugen. Zum anderen zahlen sich Kultur- und Freizeitangebote auch wirtschaftlich aus – schließlich profitieren davon auch andere Bereiche wie der Einzelhandel und das Hotelgewerbe.

Die IW Consult hat im Auftrag der Bertelsmann Stiftung mithilfe von Daten der beDirect GmbH und des Statistischen Bundesamts untersucht, wie es um die kulturellen Angebote in Deutschland bestellt ist. Eines der Ergebnisse (Grafik):

Mit rund 178.400 fällt fast die Hälfte aller Freizeiteinrichtungen in die Kategorie der „Bars, Kneipen, Cafés, Restaurants“.

Kultur- und Freizeiteinrichtungen im Jahr 2016 in Deutschland

Ebenfalls sehr stark vertreten sind Sportvereine – davon gibt es 146.100 in Deutschland. Nimmt man noch die gut 22.000 Kulturvereine hinzu, decken diese drei Kategorien über 90 Prozent des gesamten Kultur- und Freizeitangebots ab.

In Tourismus-, Kur- und Erholungsorten ist das Freizeit- und Kulturangebot gemessen an der Einwohnerzahl am größten.

Dass mit Nordrhein-Westfalen das einwohnerstärkste Bundesland auch die meisten Kultur- und Freizeitangebote hat, überrascht kaum. Setzt man die absoluten Zahlen jedoch in Relation zur Einwohnerzahl, hat das kleinste Flächenbundesland die Nase vorn (Grafik):

Das Saarland ist mit fast 71 Kultur- und Freizeitangeboten pro 10.000 Einwohner bundesweiter Spitzenreiter. Dahinter folgen Rheinland-Pfalz und Hessen mit 57 beziehungsweise 53 Einrichtungen.

Kultur- und Freizeiteinrichtungen im Jahr 2016 pro 10.000 Einwohner

Betrachtet man nur das Sportangebot, punktet das Saarland mit 37 Vereinen pro 10.000 Einwohner. Für Nachtschwärmer hat Sachsen am meisten zu bieten, dort gibt es die größte Dichte an Musikclubs und Diskotheken.

Ein detaillierter Blick auf die deutschen Städte und Gemeinden mit mindestens 5.000 Einwohnern zeigt, dass touristisch geprägte Orte über besonders zahlreiche Angebote verfügen. Zusammen mit Kur- und Erholungsorten stellen sie einen Großteil der 50 bestplatzierten Gemeinden. Etwas überraschend: Die nur gut 5.000 Einwohner zählende Stadt Cochem in Rheinland-Pfalz bietet die dichteste kulturelle Infrastruktur. Großstädte liegen dagegen weit hinten. Sie haben zwar insgesamt ein deutlich größeres Angebot – das aber müssen sich auch entsprechend viele Menschen teilen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Bertelsmann Stiftung.

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