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Direktinvestitionen Lesezeit 2 Min.

Unternehmen investieren wieder stärker in Deutschland

Nach einem starken Rückgang im Jahr 2024 ist 2025 wieder deutlich mehr ausländisches Unternehmenskapital nach Deutschland geflossen. Vor allem Firmen aus dem Vereinigten Königreich haben mehr am Standort D investiert, während die Direktinvestitionen aus den USA rückläufig waren.

Kernaussagen in Kürze:
  • Im Jahr 2025 haben ausländische Unternehmen in Deutschland gut 86 Milliarden Euro investiert – ein Anstieg um mehr als 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
  • Besonders stark zugenommen haben die Direktinvestitionen aus dem Vereinigten Königreich, sie übertrafen den 2024er Wert um fast 300 Prozent.
  • Dagegen sind die Investitionen von Firmen aus den USA um 44 Prozent auf nur noch knapp 12 Milliarden Euro zurückgegangen.
Zur detaillierten Fassung

Politiker und Ökonomen diskutieren immer wieder darüber, wie attraktiv der Standort Deutschland für Investoren noch ist. Ein positives Signal geben nun Daten aus der Bundesbank-Statistik zu den Direktinvestitionen, die das IW ausgewertet hat. Der Befund (Grafik):

Im Jahr 2025 haben ausländische Unternehmen in Deutschland gut 86 Milliarden Euro investiert – ein Anstieg um mehr als 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Zufluss ausländischer Direktinvestitionen nach Deutschland im Jahr 2025 in Millionen Euro Download: Grafik (JPG) herunterladen Grafik (EPS) herunterladen Tabelle (XLSX) herunterladen

Die Zahlen für 2024 wiesen noch einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr um fast 32 Prozent aus. Allerdings schwanken die Direktinvestitionszuflüsse von Jahr zu Jahr stark. Einzelne große Transaktionen können die Werte verzerren und es passiert oft, dass die Zahlen im Nachhinein noch nach oben oder unten korrigiert werden. Doch auch wenn man den aktuellen Zustrom von unternehmerischem Kapital mit dem Median der Jahre 2015 bis 2024 vergleicht, ergibt sich ein Plus von fast 11 Prozent.

Im Jahr 2025 haben ausländische Unternehmen in Deutschland mit gut 86 Milliarden Euro etwa 50 Prozent mehr investiert als ein Jahr zuvor.

Auffällig ist die Verschiebung bei den Herkunftsländern: Besonders stark zugenommen haben die Unternehmenskapitalzuflüsse von den britischen Inseln:

Mit gut 26 Milliarden Euro im Jahr 2025 übertrafen die Direktinvestitionen aus dem Vereinigten Königreich den Vorjahreswert um annähernd 300 Prozent.

Auch das Engagement chinesischer Unternehmen legte mit plus 51 Prozent kräftig zu – absolut gesehen war das hier neu angelegte Kapital mit weniger als 200 Millionen Euro allerdings vergleichsweise unbedeutend.

Ganz anders entwickelten sich die unternehmerischen Investitionen aus den USA. Diese beliefen sich im vergangenen Jahr in Deutschland nur noch auf knapp 12 Milliarden Euro – 44 Prozent weniger als 2024.

Einen leichten Rückgang gab es auch bei den Direktinvestitionen aus den übrigen EU-Ländern. Dennoch machten die von dort zugeflossenen Mittel gut 50 Prozent des gesamten Zustroms aus. Zusammen mit dem Kapital, das britische Firmen in Deutschland anlegten, entfielen mehr als 80 Prozent aller Direktinvestitionen hierzulande auf die europäischen Partnerstaaten.

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