Verbraucherpreise Lesezeit 1 Min. Lesezeit 1 Min.

Und sie steigen doch

Die Inflationsrate in Deutschland ist im Februar auf null gefallen – vor allem, weil die Energiepreise erneut rückläufig waren. Öl, Benzin und Gas können aber schnell auch wieder teurer werden. Bei vielen Gütern zeigt der Preistrend ohnehin nach oben.

Kernaussagen in Kürze:
  • Die Inflation in Deutschland ist im Februar 2016 auf null gefallen, dafür war vor allem der Einfluss der Energiepreise verantwortlich.
  • Haushaltsenergie und Kraftstoffe waren im Februar fast 9 Prozent billiger als ein Jahr zuvor – alle anderen Güter zusammen haben sich dagegen um knapp 1 Prozent verteuert.
  • Manche Preise sind sogar kräftig gestiegen, Kartoffeln zum Beispiel kosteten im Februar 2016 fast 28 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
Zur detaillierten Fassung

Die Europäische Zentralbank hat kürzlich den Leitzins in der Eurozone auf null gesenkt – unter anderem auch, um die Preissteigerungsrate wieder näher an den Zielwert von 2 Prozent zu bringen. Zuletzt bewegte sich die Inflation im Euroraum um die Nulllinie herum; im Februar 2016 sanken die Verbraucherpreise sogar um 0,2 Prozent.

Doch das sind eben nur Durchschnittswerte. Ein näherer Blick auf die Entwicklung in Deutschland zum Beispiel zeigt, dass für die aktuell gemessene Null-Inflation vor allem der Einfluss der Energiepreise verantwortlich ist:

Haushaltsenergie und Kraftstoffe waren in Deutschland im Februar 2016 fast 9 Prozent billiger als ein Jahr zuvor – alle anderen Güter zusammen haben sich dagegen um knapp 1 Prozent verteuert.

Bereits 2014 ist der Ölpreis auf Talfahrt gegangen (vgl. iwd 11/2016). Dies hat die Inflationsrate in Deutschland seit Anfang des Jahres 2015 im Durchschnitt jeden Monat um 0,9 Prozentpunkte nach unten gedrückt.

In jüngster Zeit tendierte der Preis für Rohöl aber auch immer mal wieder nach oben. Wird daraus ein längerfristiger Trend, dann ziehen auch die Verbraucherpreise insgesamt wieder deutlicher an.

Schon heute herrscht keineswegs bei allen Preisen Stillstand: Für einige Güter müssen die Haushalte deutlich tiefer in die Tasche greifen als zum Jahresbeginn 2015. So kosteten Kartoffeln im Februar 2016 fast 28 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Ein Auto zu mieten, war gut 10 Prozent teurer und der Preis für einen PC stieg binnen Jahresfrist um 9 Prozent.

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