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Trendwende in Sicht

Die Weltwirtschaft hat in den vergangenen beiden Jahren geschwächelt. Europas Staatsschulden- und Bankenkrise setzte nicht nur den beteiligten Ländern zu, sondern strahlte auch auf viele aufstrebende Volkswirtschaften aus, die deshalb weniger exportieren konnten. Mittlerweile aber stehen die Zeichen wieder auf Aufschwung.

Kernaussagen in Kürze:
  • Die Weltwirtschaft hat in den vergangenen beiden Jahren geschwächelt.
  • Vor allem in den europäischen Krisenländern Griechenland, Zypern, Portugal, Spanien und Italien hielten sich die Unternehmen in den vergangenen Jahren zurück.
  • Die aktuellen Prognosen lassen für die nähere Zukunft hoffen: In den meisten Ländern sollen die Investitionen 2015 noch stärker zulegen als in diesem Jahr.
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Die globale Konjunkturschwäche hat dazu geführt, dass sich vor allem die fortgeschrittenen Länder mit Investitionen spürbar zurückgehalten haben. Und das machte sich überall bemerkbar: Die weltweite Wachstumsrate der nominalen Bruttoanlageinvestitionen fiel im vergangenen Jahr mit 2,8 Prozent sehr niedrig aus. Zum Vergleich: Im Durchschnitt des Zeitraums 2003 bis 2013 lag sie bei fast 9 Prozent. In Europa stagnierten die Investitionen 2013, nachdem sie 2012 sogar um fast 11 Prozent eingebrochen waren.

Vor allem in den europäischen Krisenländern Griechenland, Zypern, Portugal, Spanien und Italien hielten sich die Unternehmen in den vergangenen Jahren zurück (vgl. iwd 47/2013). Verunsichert und durch die Staatsschuldenkrise belastet, bliesen sie viele Investitionsvorhaben erst einmal ab.

Inzwischen gibt es aber deutliche Anzeichen dafür, dass Europa das Schlimmste überstanden hat und die Unternehmen wieder investieren. So erwarten die Experten für die großen europäischen Volkswirtschaften Deutschland, Frankreich, Vereinigtes Königreich, Schweden und Italien in diesem Jahr – zum Teil deutliche – Zuwächse bei den realen Ausrüstungsinvestitionen. Nur Spanien bleibt noch außen vor (Grafik).

Die aktuellen Prognosen lassen auch für die nähere Zukunft hoffen: In den meisten Ländern sollen die Investitionen 2015 noch stärker zulegen als in diesem Jahr.

Diese Trendwende ist eine gute Nachricht für die deutsche Wirtschaft, die traditionell stark auf die Herstellung von Investitionsgütern ausgerichtet ist. Jedenfalls sind die Auftragsbücher der deutschen Produzenten von Maschinen, Anlagen und Fahrzeugen wieder besser gefüllt. Im Dezember 2013 übertraf die Zahl der Aufträge aus dem Ausland das Niveau vom Jahresbeginn um fast 15 Prozent. Und auch bei den Inlandsbestellungen war ein leichtes Plus zu verzeichnen: Sie legten im gleichen Zeitraum um etwas mehr als 2 Prozent zu.

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