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Stromsparen allein reicht nicht

Licht aus oder auf die Stand-by-Funktionen verzichten – private Haushalte können einiges tun, um Strom zu sparen. Dies ist eine der Kernaufgaben der Energiewende, doch das allein reicht nicht aus.

Kernaussagen in Kürze:
  • Licht aus oder auf die Stand-by-Funktionen verzichten - private Haushalte können einiges tun, um Strom zu sparen.
  • Für die EEG-Umlage plus Mehrwertsteuer zahlt ein Zwei-Personen-Haushalt jährlich gut 200 Euro.
  • Die Politik darf aber nicht nur auf Stromsparmaßnahmen setzen, sondern muss auch die Preisentwicklung im Blick behalten.
Zur detaillierten Fassung

Jede Kilowattstunde Strom, die nicht verbraucht wird, muss auch nicht produziert werden. Unternehmen werden daher aufgerufen, effizienter mit Strom umzugehen, und Haushalte sollen ebenfalls ihr Scherflein dazu beitragen. Profitieren kann jeder – nachzulesen auf der Stromrechnung.

Denn der nächste Preissprung steht bereits vor der Tür. Bisher lag die Umlage für erneuerbare Energien laut Gesetz (EEG) bei 3,6 Cent je Kilowattstunde. Ab 2013 werden 5,3 Cent je Kilowattstunde fällig.

Für die EEG-Umlage plus Mehrwertsteuer zahlt ein Zwei-Personen-Haushalt jährlich gut 200 Euro.

Eine staatlich geförderte Stromsparberatung soll den Haushalten zeigen, wie sie weniger Strom verbrauchen und damit einen Teil der Kosten wieder reinholen können.

Das gilt auch für das Land insgesamt. Die Regierung will den Stromverbrauch bis 2020 um 10 Prozent gegenüber 2008 absenken. Das Problem: Bis 2011 wurde gerade einmal ein Rückgang von 1,4 Prozent erreicht. Insgesamt summierte sich der Stromverbrauch in Deutschland 2011 auf knapp 606 Milliarden Kilowattstunden (Grafik).

Es wird auch weiterhin viel Strom benötigt, gerade energieeffiziente Technologien wie Elektroautos verbrauchen zusätzlichen Strom.

Die Politik darf aber nicht nur auf Stromsparmaßnahmen setzen, sondern muss auch die Preisentwicklung im Blick behalten.

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