Eiffelturm Lesezeit 1 Min. Lesezeit 1 Min.

Straßenlaterne wird 125

Was mussten sich Gustave Eiffel, Maurice Koechlin und Émile Nouguier nicht alles anhören, als sie anlässlich der Weltausstellung 1889 in nur 25 Monaten den Eiffelturm mitten in Paris bauten:

Kernaussagen in Kürze:
  • Ende dieses Monats feiert der Eiffelturm, auch die „Dame aus Eisen“ genannt, bereits ihr 125-jähriges Jubiläum.
  • Schon lange gilt die einstige „Schande von Paris“ als lukratives Wahrzeichen, das Jahr für Jahr zwischen sechs und sieben Millionen Besucher anzieht.
  • Seit 1964 steht der 324 Meter hohe Eisenturm unter Denkmalschutz, gleichwohl zählt er nicht als Gebäude, sondern ist offiziell ein Fernsehturm.
Zur detaillierten Fassung

Der Turm sei „unvollkommen, konfus und unförmig“, eine „wirklich tragische Straßenlaterne“, ein „Skelett von einem Glockenturm“. Nur einen Monat nach Beginn der Bauarbeiten, im Februar 1887, veröffentlichte Le Temps einen Protestbrief, der den Eiffelturm beschrieb als einen „gigantischen schwarzen Fabrikschlot, der mit seiner rohen Masse all unsere Monumente erdrückt und demütigt, unsere Architektur kleinmacht“. Unterschrieben hatten mehr als 300 Künstler, darunter die beiden Schriftsteller Alexandre Dumas der Jüngere und Guy de Maupassant.

Ursprünglich sollte der Eiffelturm in Paris nur 20 Jahre stehen bleiben. Ende dieses Monats feiert die „Dame aus Eisen“ nun bereits ihr 125-jähriges Jubiläum. Schon lange gilt die einstige „Schande von Paris“ als lukratives Wahrzeichen, das Jahr für Jahr zwischen sechs und sieben Millionen Besucher anzieht. Aufgrund der stetig fließenden Eintrittsgelder gehört der Eiffelturm mit jährlich rund 74 Millionen Euro Umsatz sogar zu den wenigen französischen Sehenswürdigkeiten, die ganz ohne staatliche Zuschüsse auskommen.

Seit 1964 steht der 324 Meter hohe Eisenturm unter Denkmalschutz, gleichwohl zählt er nicht als Gebäude, sondern ist offiziell ein Fernsehturm. Natürlich kann man dort auch speisen: Auf der ersten Etage ist das „58 Tour Eiffel“ untergebracht, eine Etage darüber residiert das Sternelokal „Jules Verne“. Übrigens zog sich schon Kritiker Guy de Maupassant regelmäßig zum Essen auf La Tour Eiffel zurück – mit dem Argument, dass dies schließlich der einzige Ort in Paris sei, wo man den Turm nicht sehen könne.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene

Mehr auf iwkoeln.de