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Standort Deutschland

„In den besten Jahren, gebildet, gut situiert und mit sicherem Job“ - so könnte die Kontaktanzeige des Durchschnittsdeutschen lauten. Denn das sind die typischen Eckdaten, die sich für die rund 80 Millionen Bundesbürger im statistischen Vergleich mit anderen Ländern ergeben.

Kernaussagen in Kürze:
  • 2015 erwirtschaftete jeder Bundesbürger rein rechnerisch ein kaufkraftbereinigtes Bruttoinlandsprodukt von rund 47.000 Dollar
  • In Deutschland betrug der Spitzensteuersatz im Jahr 2014 (inkl. Soli) 47,5 Prozent, in Schweden lag er bei 56,9 Prozent.
  • Die Belgier hatten 2014 lediglich 29 Urlaubs- und Feiertage, Deutsche und Franzosen kamen auf 41 freie Tage.
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Natürlich verdient nicht jeder Deutsche so gut, dass er den Spitzensteuersatz von 47,5 Prozent (inklusive Soli) bezahlen muss. Und angesichts von rund 2,9 Millionen Arbeitslosen ist es zwar richtig, die außerordentlich gute Entwicklung des deutschen Arbeitsmarktes zu loben – aber es geht halt immer noch ein bisschen besser.

Trotzdem: Verglichen mit anderen Ländern schneidet die Bundesrepublik ziemlich gut ab. So haben nur rund 13 Prozent der Männer und Frauen im erwerbsfähigen Alter keinen höheren Schulabschluss oder keine Berufsausbildung vorzuweisen. Genau dieses hohe Bildungsniveau hat dazu beigetragen, dass der heimische Jobmotor seit Jahren auf Hochtouren läuft: Die Zahl der Beschäftigten hat sich seit dem Jahr 2000 um mehr als 10 Prozent auf rund 43 Millionen erhöht.

Rein rechnerisch erwirtschaftete jeder Bundesbürger im Jahr 2015 ein kaufkraftbereinigtes Bruttoinlandsprodukt von gut 47.000 Dollar. Das ist zwar kein absoluter Spitzenwert, aber gar nicht so übel, wenn man bedenkt, dass aufgrund einer vergleichsweise kurzen tariflichen Jahresarbeitszeit und 41 Urlaubs- und Feiertagen pro Kalenderjahr am Standort Deutschland eher wenig gearbeitet wird.

Die abgebildeten Grafiken sind der Broschüre "Standort Deutschland 2016 –

ein internationaler Vergleich" entnommen, die zum Preis von 5,20 Euro

bezogen werden kann: www.iwmedien.de

 

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