Der Informationsdienst
des Instituts der deutschen Wirtschaft

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Spendenbereitschaft in Deutschland gestiegen

Sowohl die Spendenbereitschaft als auch die durchschnittliche Spendenhöhe und die Gesamtsumme haben in Deutschland im vergangenen Jahr zugelegt. Regional gibt es deutliche Unterschiede – in strukturstarken Bundesländern sind die Menschen eher bereit, etwas zu geben.

Kernaussagen in Kürze:
  • Im Jahr 2024 spendete nach eigenen Angaben knapp die Hälfte der Bundesbürger ab 18 Jahren, das waren knapp 10 Prozent mehr als im Jahr zuvor.
  • Im Durchschnitt gaben die Spender 415 Euro. Hochgerechnet ergibt sich daraus ein Spendenvolumen in Deutschland von gut 14 Milliarden Euro.
  • Die meisten unterstützten mit ihren Spenden Menschen mit Behinderung oder Krankheit sowie die Kinder- und Jungendhilfe.
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Die Vorweihnachtszeit ist nicht nur für den Einzelhandel die wichtigste Zeit des Jahres, sondern traditionell auch für die meisten gemeinnützigen Organisationen. Wenn das besinnliche Fest vor der Tür steht, denken viele Menschen auch an Bedürftige und spenden besonders gern und viel.

Aber auch im restlichen Jahr lassen die Bundesbürger etwas für den guten Zweck springen – zuletzt sogar wieder verstärkt:

Im Jahr 2024 spendete nach eigenen Angaben knapp die Hälfte der Bevölkerung ab 18 Jahren, das waren knapp 10 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Auch die Spendenhöhe hat zulegt. Im vergangenen Jahr gaben die Spender im Durchschnitt 415 Euro, das waren 13 Euro mehr als 2023. Hochgerechnet ergibt sich daraus ein Spendenvolumen in Deutschland von gut 14 Milliarden Euro.

Besonders viele spendable Menschen leben in den nördlichen Stadtstaaten (Grafik):

Hamburg hatte 2024 mit gut 64 Prozent bundesweit den höchsten Spenderanteil in der erwachsenen Bevölkerung. Dahinter folgte Bremen mit 61 Prozent.

So viel Prozent der Personen ab 18 Jahren haben im Jahr 2024 Geld gespendet Download: Grafik (JPG) herunterladen Grafik (EPS) herunterladen Tabelle (XLSX) herunterladen

Eher gering war die Spendenbereitschaft dagegen in strukturschwachen Bundesländern, allen voran Brandenburg (37,5 Prozent).

Dasselbe Muster ist bei der mittleren Spendensumme zu erkennen. Regionen mit einem unterdurchschnittlichen Bruttoinlandsprodukt pro Kopf finden sich auf den hinteren Plätzen wieder. Am meisten gaben die Menschen in den wirtschaftsstarken Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg.

Im Jahr 2024 spendete in Deutschland nach eigenen Angaben knapp die Hälfte der Bevölkerung ab 18 Jahren. Im Durchschnitt gaben die Spender 415 Euro.

Und wofür spendeten die Bundesbürger? Am häufigsten unterstützten sie Menschen mit Behinderung oder Krankheit sowie die Kinder- und Jungendhilfe – jeweils gut 30 Prozent der Spender widmeten ihr Geld diesen Zwecken. Ein großes Herz haben die Menschen im Land auch für den Tierschutz, er kam auf 24 Prozent. Danach folgten Nothilfen für Krisenregionen sowie der Umwelt- und Naturschutz.

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