Spenden Lesezeit 1 Min. Lesezeit 1 Min.

Spenden-Ranking: Wo das Glück des Gebens am größten ist

Immer mehr Bundesbürger spenden immer größere Geldbeträge – und machen damit nicht nur die Empfänger glücklich, sondern auch sich selbst. Die Freigiebigkeit für einen guten Zweck ist allerdings längst nicht überall in Deutschland gleich ausgeprägt.

Kernaussagen in Kürze:
  • Im Jahr 2014 haben gut 47 Prozent der Bundesbürger Geld für einen guten Zweck gespendet – fünf Jahre zuvor waren es erst 40 Prozent.
  • Der durchschnittliche Spendenbetrag stieg in dieser Zeit von 208 auf 265 Euro.
  • Besonders hoch ist der Spenderanteil an den Einwohnern in Süddeutschland und Hamburg, deutlich geringer dagegen in Ostdeutschland – zu tun haben könnte das mit der geringeren Religiosität im Osten.
Zur detaillierten Fassung

5,3 Milliarden Euro haben die Bundesbürger laut Deutschem Spendenrat im Jahr 2016 gespendet. Der größte Teil davon – 77 Prozent – ging an humanitäre Hilfsprojekte, 5 Prozent kamen dem Tierschutz zugute, den Rest der Spenden teilten sich Sportvereine, die Kultur- und Denkmalpflege sowie der Umwelt- und Naturschutz.

Die Zahl derer, die Geld für einen guten Zweck geben, ist in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen, wie eine Auswertung des Sozio-oekonomischen Panels durch das Institut der deutschen Wirtschaft zeigt (Grafik):

Im Jahr 2014 spendeten bereits 47 Prozent der Deutschen – fünf Jahre zuvor waren es erst 40 Prozent. So viel Prozent der Einwohner in den Bundesländern haben 2014 für soziale, kirchliche, kulturelle, gemeinnützige oder wohltätige Zwecke Geld gespendet

Der durchschnittliche Spendenbetrag ist im selben Zeitraum von 208 auf 265 Euro gestiegen.

Am spendenfreudigsten zeigten sich die Bayern, Hamburger, Baden-Württemberger, Hessen und Saarländer. Wesentlich geringer war die Spendenbereitschaft in allen ostdeutschen Flächenländern. Eine Erklärung für dieses Regionalgefälle liefert möglicherweise die Religiosität: Denn religiöse Menschen spenden weit häufiger als nicht religiöse – und Ostdeutsche sind eben viel seltener in der Kirche oder gehören einer anderen Religionsgemeinschaft an als Westdeutsche.

Religiöse Menschen spenden häufiger als nicht religiöse.

Spender weisen generell eine höhere Lebenszufriedenheit auf als jene, die nicht spenden. Das haben Verhaltensökonomen festgestellt. Das Glücksgefühl der Gebenden stellt sich allerdings nur dann ein, wenn freiwillig gespendet wird. Lästige Pflichtgeschenke und Spenden unter Zwang bescheren dem Schenker dagegen Verdruss.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene