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Sozialpolitik Lesezeit 1 Min.

So unterstützen die EU-Staaten Familien

Die EU-Mitgliedsstaaten nehmen viel Geld in die Hand, um Familien mit Kindern finanziell zu unterstützen. Wie eine Eurostat-Übersicht zeigt, liegt Deutschland in puncto Familienleistungen nicht auf Platz eins.

Kernaussagen in Kürze:
  • Im Jahr 2022 gaben die EU-Staaten im Durchschnitt 830 Euro pro Einwohner für Familienleistungen wie Kinder- oder Elterngeld aus.
  • In Deutschland beliefen sich diese Leistungen mit mehr als 1.600 Euro je Einwohner fast auf das Doppelte des EU-Durchschnitts.
  • Höher als in der Bundesrepublik fielen die staatlichen Sozialleistungen für Familien nur in Luxemburg und Dänemark aus.
Zur detaillierten Fassung

830 Euro gaben die EU-Staaten im Jahr 2022 laut Eurostat im Durchschnitt pro Einwohner für Familienleistungen wie Kinder- oder Elterngeld aus. Damit sind die Sozialleistungen für Familien binnen zehn Jahren um fast die Hälfte gestiegen: 2012 investierten die Mitgliedsstaaten statistisch betrachtet 566 Euro je Einwohner.

In neun Ländern fielen die Familienleistungen zuletzt höher aus als im EU-Schnitt, in Luxemburg sogar um fast 3.000 Euro (Grafik):

Das Großherzogtum investierte im Jahr 2022 annähernd 3.800 Euro je Einwohner in familienbezogene Leistungen.

So viele Euro gaben die EU-Mitgliedsstaaten 2022 je Einwohner für staatliche Sozialleistungen für Familien aus Download: Grafik (JPG) herunterladen Grafik (EPS) herunterladen Tabelle (XLSX) herunterladen

In Deutschland, wo es außer dem Kinder- und Elterngeld unter anderem auch den Kinderzuschlag, den Entlastungsbeitrag für Alleinerziehende sowie den Freibetrag für Kinder gibt, beliefen sich die Familienleistungen im Jahr 2022 mit mehr als 1.600 Euro je Einwohner fast auf das Doppelte des EU-Durchschnitts. Damit liegt Deutschland auf Platz drei, die zweithöchsten Ausgaben EU-weit hat Dänemark mit knapp 1.900 Euro.

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