Straßenverkehr Lesezeit 1 Min. Lesezeit 1 Min.

So sicher wie noch nie

Deutschlands Straßen sind in den vergangenen vier Jahrzehnten sicherer geworden. Allein die Zahl der Verkehrstoten ist in West und Ost seit 1970 um mehr als 80 Prozent gesunken. Dazu beigetragen haben nicht zuletzt die Pkw-Hersteller mit ausgefeilten Sicherheitssystemen in ihren Fahrzeugen.

Kernaussagen in Kürze:
  • Deutschlands Straßen sind in den vergangenen vier Jahrzehnten sicherer geworden.
  • Der Anteil der getöteten Motorradfahrer hat sich seit 1992 auf 16 Prozent fast verdoppelt - die der getöteten Pkw-Fahrer hat sich dagegen von 60 auf 50 Prozent verringert.
  • Im Jahr 1992 verunglückten insgesamt 474 unter 16-Jährige tödlich, 2012 waren es nur noch 73.
Zur detaillierten Fassung

Deutschlands Verkehrsteilnehmer sind zwar nicht unbedingt achtsamer geworden – die Unfälle enden heutzutage aber glimpflicher als früher. So verunglücken seit 1992 jedes Jahr zwischen 2,2 bis 2,4 Millionen Bundesbürger im Straßenverkehr. Die Zahl der Verkehrstoten sank indes um genau zwei Drittel auf zuletzt 3.600, die der Schwerverletzten halbierte sich. Auch die Zahl der Leichtverletzten ging zurück – um knapp ein Fünftel.

Der Anteil der getöteten Motorradfahrer hat sich seit 1992 auf 16 Prozent fast verdoppelt. Der Anteil der bei einem Unfall getöteten Pkw-Fahrer hat sich dagegen von 60 auf 50 Prozent verringert.

Diese Zahlen belegen einmal mehr, dass gerade die passive und aktive Sicherheit der Personenkraftwagen deutliche Fortschritte gemacht hat. Airbags, Seitenaufprallschutz, ABS und aktive (Notbrems-)Systeme, die einen Crash verhindern, sorgen heute für mehr Sicherheit der Fahrzeuginsassen als je zuvor.

Aber auch die Maßnahmen zum Aufprallschutz für Fußgänger – wie leicht nachgebende Stoßstangen und Motorhauben – haben sich ausgezahlt. Der Anteil der Fußgänger an den Verkehrstoten ist von 17 auf 14 Prozent gesunken. Vor allem Kinder und Jugendliche sind heute sicherer unterwegs als früher:

Im Jahr 1992 verunglückten insgesamt 474 unter 16-Jährige tödlich, 2012 waren es nur noch 73.

Die sichersten Straßen sind die Autobahnen. Obwohl sie ein Drittel des Verkehrs aufnehmen, waren auf ihnen 2012 nur rund 10 Prozent aller Unfallopfer zu beklagen. Auf die Landstraßen entfiel dagegen ein Anteil von 60 Prozent.

Mehr als jeder vierte Verkehrstote starb beim Aufprall auf einen Baum. Dies erklärt auch, warum Brandenburg in Relation zur Bevölkerungszahl die meisten Verkehrstoten aufweist (Grafik) – das Land hat 8.000 Kilometer Alleen. Gut weg kommen dagegen die Stadtstaaten, wo der Verkehr oft nur langsam fließt und Unfälle deshalb meist glimpflich ausgehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene

Mehr auf iwkoeln.de