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Sicherheit im Fokus

Der deutsche Markt für Informationstechnik, Telekommunikation und digitale Unterhaltungselektronik (ITK) wird im laufenden Jahr einen neuen Umsatzrekord verbuchen. Wegen zunehmender Industriespionage und Hackerangriffen steht auf der diesjährigen CeBIT jedoch das Thema IT-Sicherheit im Vordergrund.

Kernaussagen in Kürze:
  • Der deutsche Markt für Informationstechnik, Telekommunikation und digitale Unterhaltungselektronik wird im laufenden Jahr einen neuen Umsatzrekord verbuchen.
  • Aufgrund zunehmender Industriespionage und Hackerangriffen rückt das Thema IT-Sicherheit in der Vordergrund.
  • Nur jede vierte Firma hat nach BITKOM-Informationen einen Notfallplan, falls Kriminelle die Computersysteme knacken.
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Die weltgrößte Messe der digitalen Industrie öffnet am 6. März in Hannover ihre Tore. Wirtschaftlich steht die deutsche ITK-Branche im Vergleich zum Krisenjahr 2009 wieder gut da – obwohl das Erdbeben in Japan sowie die Überschwemmungen in Thailand den Firmen 2011 zu schaffen machten: Weil in Asien zahlreiche Bauteile für die deutsche ITK-Industrie gefertigt werden, hatten die Naturkatastrophen zu Lieferengpässen geführt und die Kosten in die Höhe getrieben.

Für dieses Jahr prognostiziert der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM), dass die Branche in Deutschland erstmals mehr als 150 Milliarden Euro umsetzen wird.

Im Vergleich zu 2011 wäre das ein Zuwachs von 2,2 Prozent. Zum größten Teil wird das Umsatzplus vom IT-Sektor getragen. Aber auch die Telekommunikationsbranchen dürften nach Schwierigkeiten im vergangenen Jahr wieder leicht zulegen (Grafik). Und schließlich werden die sportlichen Großereignisse Fußball-EM und Olympische Spiele mit Sicherheit den Absatz von Fernsehern und Beamern ankurbeln.

Das Leitthema der CeBIT 2012 ist allerdings die Sicherheit in der digitalen Welt. Immer mehr Hacker haben es auf Betriebsgeheimnisse wie Formeln, Designs oder Fertigungsprozesse abgesehen und verschaffen sich illegalen Zugang zu internen Firmendaten. Weil das Internet laut einer Studie der Institut der deutschen Wirtschaft Köln Consult für rund die Hälfte aller deutschen Unternehmen eine zentrale oder zumindest eine wichtige Rolle spielt, wachsen auch die Gefahren durch Cyber-Kriminalität.

Gerade kleine und mittlere Unternehmen investieren aber immer noch zu wenig in die Sicherheit ihrer IT-Systeme. Nur jede vierte Firma hat nach BITKOM-Informationen einen Notfallplan, falls Kriminelle die Computersysteme knacken. Drei Viertel aller Mittelständler verzichten auf regelmäßige Schulungen ihrer Mitarbeiter – und ein knappes Drittel hat überhaupt keine organisatorischen Maßnahmen für den Datenschutz getroffen.

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