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Robotik verkauft sich gut

Das vergangene Jahr war ein Rekordjahr für die deutschen Hersteller von Industrierobotern und Automatisierungstechnik. Mit einem Umsatz von 10,2 Milliarden Euro wurde das Vorkrisenjahr 2008 weit übertroffen.

Kernaussagen in Kürze:
  • Das vergangene Jahr war ein Rekordjahr für die deutschen Hersteller von Industrierobotern und Automatisierungstechnik.
  • Insgesamt steigerten die deutschen Roboterproduzenten ihren Auslandsumsatz 2011 um 41 Prozent.
  • Allein in Deutschland wurden 10.500 neue Roboter an die Bänder gebracht, so viele wie nie zuvor.
Zur detaillierten Fassung

Trotz Eurokrise sind die Europäer die besten Kunden der deutschen Roboterindustrie. Ihr Anteil am Gesamtumsatz der Branche betrug 2011 rund 22 Prozent – gut die Hälfte mehr als im Jahr davor.

Immer wichtiger wird allerdings China, das seine Robotik-Importe aus der Bundesrepublik zuletzt um rund 70 Prozent erhöhte. Damit entfallen auf China mittlerweile schon 12 Prozent des deutschen Absatzes, etwa so viel wie auf das restliche Asien und Nordamerika zusammen (Grafik).

Insgesamt steigerten die deutschen Roboterproduzenten ihren Auslandsumsatz 2011 um 41 Prozent.

In diesem Jahr wird es in der Branche allerdings deutlich gemächlicher zugehen. Das erwartete Plus von 4 Prozent bedeutet indes keinen Beinbruch, sondern eine Normalisierung der Lage, meint der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA).

Entscheidend wird sein, ob die Probleme in der Eurozone die gesamte Weltkonjunktur auf Talfahrt bringen oder ob sich das Wachstum auf den Überseemärkten lediglich verlangsamt.

Der mit Abstand wichtigste Branchenkunde war auch 2011 die Autoindustrie:

Allein in Deutschland wurden 10.500 neue Roboter an die Bänder gebracht, so viele wie nie zuvor.

Weil Roboter heute flexibler einsetzbar sind als früher und die Programmierung einfacher geworden ist, dringen sie auch zunehmend in mittelständische Betriebe vor.

Der Siegeszug der Industrieroboter ist zudem weltweit zu beobachten. Mit 165.000 abgesetzten Einheiten wuchs der Weltmarkt im Jahr 2011 um 37 Prozent.

Grund 1:

In den Schwellenländern steigen die Löhne rasant – und mit Robotern können die Unternehmen die Arbeitskosten in Schach halten.

Grund 2:

Kollege Roboter ist hochqualifiziert und zuverlässig, während Fachkräfte auch in Asien oder Südamerika Mangelware sind. So lieferte die deutsche Maschinenbauindustrie 2011 allein 1.400 Roboter nach Brasilien.

Daten der Maschinenbaubranche, Robotik und Automation

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