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Rein ins Eigenheim

Ob als Altersvorsorge, zum Schutz vor steigenden Mieten oder aufgrund der günstigen Finanzierungsmöglichkeiten – immer mehr Menschen in Deutschland besitzen eine Wohnung oder ein Haus. Allerdings gibt es regional große Unterschiede.

Kernaussagen in Kürze:
  • Ob als Altersvorsorge, zum Schutz vor steigenden Mieten oder aufgrund der günstigen Finanzierungsmöglichkeiten – immer mehr Menschen in Deutschland besitzen eine Wohnung oder ein Haus.
  • Die meisten Wohneigentümer fanden sich 2010 im Saarland: Dort ist die Wohneigentumsquote zwischen 2006 und 2010 von gut 55 Prozent auf fast 64 Prozent gestiegen – so stark wie in keinem anderen Bundesland.
  • Nur in der Schweiz wohnen noch weniger Menschen in den eigenen vier Wänden als in Deutschland.
Zur detaillierten Fassung

Ein eigenes Haus oder eine Eigentumswohnung zu haben, ist in. Wurden 2006 knapp 42 Prozent der Wohnungen in Deutschland von ihren Eigentümern genutzt, waren es 2010 bereits fast 46 Prozent. Immobilien sind nach wie vor die wichtigste Anlageart – die Deutschen geben über die Hälfte ihres Privatvermögens dafür aus.

Regional gibt es allerdings beträchtliche Unterschiede (Grafik):

Die meisten Wohneigentümer fanden sich 2010 im Saarland. Dort ist die Wohneigentumsquote zwischen 2006 und 2010 von gut 55 Prozent auf fast 64 Prozent gestiegen – so stark wie in keinem anderen Bundesland.

Von den Flächenländern hat Sachsen mit knapp 34 Prozent die wenigsten Eigenheimbesitzer. Im Stadtstaat Berlin liegt die Quote sogar unter 15 Prozent. Auch der Trend zum Eigenheim zeigt sich in der Hauptstadt kaum: Die Wohn­eigentumsquote stieg zwischen 2006 und 2010 um nicht einmal 1 Punkt.

Doch wer besitzt eigentlich ein Eigenheim? Antwort: Besonders Menschen im Alter zwischen 55 und 64 Jahren. Rund 55 Prozent dieser Altersgruppe haben eine Immobilie. Mit weiter zunehmendem Alter verkaufen viele ihr Eigenheim jedoch wieder, um mithilfe des Erlöses ihren Lebensabend genießen zu können. Auffällig ist auch: Gut zwei Drittel der Kinder in Deutschland leben im Eigenheim oder in der Eigentumswohnung der Eltern.

Im europäischen Vergleich landet die Bundesrepublik mit ihrer Wohneigentumsquote von nahezu 46 Prozent weit unten:

Nur in der Schweiz wohnen noch weniger Menschen in den eigenen vier Wänden als in Deutschland.

Die meisten Eigenheimbesitzer finden sich in Spanien und Norwegen (jeweils mehr als 80 Prozent), gefolgt von Irland (78 Prozent) sowie Griechenland und Belgien (jeweils 74 Prozent). Allerdings ist die geringe Wohneigentumsquote in Deutschland nicht unbedingt als negativ zu sehen, zeigt sie doch auch, wie attraktiv und qualitativ hochwertig der deutsche Mietwohnungsmarkt ist (vgl. iwd 20/2014).

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