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Offene Stellen: Jobchancen in Europa

Wie es um den Arbeitsmarkt eines Landes bestellt ist, lässt sich nicht nur an der Arbeitslosenquote ablesen, sondern auch an den offenen Stellen. Für Europa gibt es gute Nachrichten.

Kernaussagen in Kürze:
  • Dass der Arbeitsmarkt in der EU im Aufwind ist, lässt sich daran ablesen, dass der Anteil der unbesetzten Stellen mit 2 Prozent so hoch ist wie schon seit zehn Jahren nicht mehr.
  • Besonders händeringend werden Arbeitskräfte in Tschechien, Belgien, Deutschland, Österreich und den Niederlanden gesucht.
  • Probleme dagegen gibt es nach wie vor in Griechenland, Spanien, Portugal und Zypern.
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Der Arbeitsmarkt in den EU-Ländern ist im Aufwind. Das zeigt auch die Quote der offenen Stellen: EU-weit waren im zweiten Quartal des laufenden Jahres 2 Prozent aller Arbeitsplätze unbesetzt, das war der höchste Wert der vergangenen zehn Jahre. Spitzenreiter unter den Mitgliedsstaaten ist ein osteuropäisches Land (Grafik):

In Tschechien sind zuletzt 3,6 Prozent aller Arbeitsplätze frei geblieben – im Dienstleistungssektor betrug die Quote sogar 5 Prozent.

Aber auch in Belgien, Deutschland, Österreich, den Niederlanden, Großbritannien und Schweden suchen die Unternehmen händeringend Arbeitskräfte: Dort konnten im Frühjahr 2017 zwischen 3,3 und 2,5 Prozent aller Stellen nicht besetzt werden.

In Griechenland ist der Arbeitsmarkt mit nur 0,7 Prozent unbesetzten Stellen nach wie vor sehr eng.

Eng dagegen ist der Arbeitsmarkt in Griechenland mit nur 0,7 Prozent unbesetzten Stellen. Kaum besser sieht es in Spanien, Zypern und Portugal aus. In Griechenland sowie in Bulgarien, der Slowakei und Zypern ist der Anteil der unbesetzten Stellen zudem seit dem Frühjahr 2016 noch weiter zurückgegangen. In 19 EU-Ländern hat sich der Anteil der offenen Stellen dagegen zum Teil deutlich erhöht.

Was manch einen auch erstaunen mag: In der Schweiz, Sehnsuchtsland für viele Arbeitnehmer, besteht kein sonderlich großer Bedarf: Dort waren vor einem halben Jahr nur 1,2 Prozent aller Arbeitsplätze noch zu vergeben.

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