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Noch ein Programm

Wohl zum letzten Mal hat die Bundesregierung ein Sonderprogramm aufgelegt, um dem lahmenden Aufbau Ost auf die Sprünge zu helfen.

Kernaussagen in Kürze:
  • Mit „Zwanzig20 – Partnerschaft für Innovation“ werden bis zum Auslaufen des Solidarpakts im Jahr 2019 weitere 500 Millionen Euro lockergemacht.
  • Ostdeutsche Firmen sollen die Entwicklung neuer Technologien vorantreiben.
  • Wie bei allen Förderkonzepten zuvor sollen erneut nur Kooperationen von Firmen untereinander oder mit Hochschulen und Instituten angeschoben werden.
Zur detaillierten Fassung

Mit „Zwanzig20 – Partnerschaft für Innovation“ werden bis zum Auslaufen des Solidarpakts im Jahr 2019 weitere 500 Millionen Euro lockergemacht, um die Entwicklung neuer Technologien durch ostdeutsche Firmen voranzutreiben. Das neue Programm setzt prinzipiell an der richtigen Stelle an, denn nach dem gelungenen Auf- und Ausbau der Ost-Infrastruktur ist der nach wie vor bestehende Produktivitätsabstand zu Westdeutschland der entscheidende Minuspunkt der ostdeutschen Wirtschaft.

Zwanzig20 führt das „Förderprogramm Unternehmen Region“ fort, mit dem in der vergangenen Dekade nahezu 2.500 Vorhaben für Forschung und Entwicklung von knapp 400 Kooperationsnetzwerken aus Firmen und Institutionen unterstützt wurden (Grafik).

Ein Manko allerdings hat das neue Sonderprogramm. Wie bei allen Förderkonzepten zuvor sollen erneut nur Kooperationen von Firmen untereinander oder mit Hochschulen und Instituten angeschoben werden. So wichtig Networking grundsätzlich auch ist – der Zwang zur Zusammenarbeit ist falsch. Denn manches Innovationsvorhaben lässt sich eben allein effizienter umsetzen als mit einem Partner.

Eine Förderung ohne derartige Verzerrungen wäre zum Beispiel mittels einer steuerlichen FuE-Förderung möglich, wie sie von Experten schon lange angemahnt wird.

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