Steuereinnahmen Lesezeit 1 Min. Lesezeit 1 Min.

Neue Struktur ist nötig

Das Aufkommen aus direkten Steuern wie der Einkommenssteuer wird in den kommenden Jahren deutlich stärker steigen als die Einnahmen aus indirekten Abgaben wie der Mehrwertsteuer. Damit setzt der Staat die falschen Anreize.

Kernaussagen in Kürze:
  • Das Aufkommen aus direkten Steuern wie der Einkommenssteuer wird in den kommenden Jahren deutlich stärker steigen als die Einnahmen aus indirekten Abgaben.
  • Die jüngste Steuerschätzung bestätigt, dass der Staat mit weiter steigenden Einnahmen rechnen kann.
  • Der kräftige Zuwachs bei der Einkommenssteuer ist vor allem auf die kalte Progression zurückzuführen.
Zur detaillierten Fassung

Steuereinnahmen in Milliarden Euro. In Berlin ringen CDU/CSU und SPD um den Kurs in der Steuerpolitik. Dabei ist klar: Steuererhöhungen sind unnötig (vgl. iwd 42/2013). Die jüngste Steuerschätzung bestätigt, dass der Staat mit weiter steigenden Einnahmen rechnen kann (Grafik) und in diesem Jahr einen Steuerrekord von 620 Milliarden Euro erzielt.

Die Politik sollte jedoch die Steuerstruktur verbessern. Der kräftige Zuwachs bei der Einkommenssteuer ist vor allem auf die kalte Progression zurückzuführen – wenn Einkommenserhöhungen nur die Inflation ausgleichen, steigt trotz unveränderter Leistungsfähigkeit die steuerliche Durchschnittsbelastung. Dieser Effekt ist wachstumsfeindlich und muss abgeschafft werden. Bei der Mehrwertsteuer dagegen gibt es viele unsinnige Ausnahmen, die der Staat streichen könnte. So werden für eine Pizza 7 Prozent fällig, wenn man sie mitnimmt, aber 19 Prozent, wenn man sie im Restaurant isst.

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