Tourismus in Bayern Lesezeit 2 Min. Lesezeit 1 Min.

Mit neuer Nase ins Festzelt

Der Freistaat ist Deutschlands beliebteste Ferienregion, auch bei ausländischen Touristen. Doch nicht alle Besucher kommen nur der schönen Landschaft und der Kulturdenkmäler wegen.

Kernaussagen in Kürze:
  • Der Freistaat Bayern ist Deutschlands beliebteste Ferienregion, auch bei ausländischen Touristen.
  • Im Jahr 2011 kamen 6,7 Millionen ausländische Touristen nach Bayern, die für rund 14 Millionen Übernachtungen sorgten.
  • Damit reiste rund jeder fünfte Bayern-Urlauber aus dem Ausland an.
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Sie kommen vor allem zur Wiesn und zum Skifahren: Ausländische Touristen lieben Bayern. Der Freistaat war immer schon das beliebteste Bundesland für Deutschland-Urlauber, doch bei ausländischen Besuchern boomt der Südosten der Bundesrepublik geradezu: Allein zwischen Januar und Juni dieses Jahres kamen rund 11 Prozent mehr Besucher aus dem Ausland als ein Jahr zuvor.

Seit Jahren steigen zwischen Bodensee und Passau die Zahlen der ausländischen Gäste – lediglich im Krisenjahr 2009 gingen sie etwas zurück (Grafik):

Im Jahr 2011 kamen 6,7 Millionen ausländische Touristen nach Bayern, die für rund 14 Millionen Übernachtungen sorgten.

Damit reiste rund jeder fünfte Bayern-Urlauber aus dem Ausland an. Besonders begehrt ist der größte Flächenstaat der Bundesrepublik bei den Niederländern, die rund 11 Prozent der ausländischen Gäste stellen und vor allem im Winter die bayerischen Berge bevölkern. Auch die Österreicher (9,5 Prozent) und die US-Amerikaner (9,2 Prozent) zieht es vergleichsweise häufig in den Freistaat, wobei die Touristen aus den Vereinigten Staaten klassische Rundreisen sowie einen Abstecher zum Oktoberfest bevorzugen, wo man in der Regel auch viele bierselige Italiener trifft.

Die bizarre Romantik des Schlosses Neuschwanstein nutzten hingegen Anfang Juni 15 chinesische Brautpaare, um sich vor der Kulisse des Märchenschlosses trauen zu lassen. Die Besucher aus der Volksrepublik stellen mit rund 120.000 Gäs­teankünften pro Jahr zwar eine kleine Gruppe, China bietet aber noch viel Besucher-Potenzial.

Gleiches gilt für die arabischen Gäste. Während im Jahr 1994 erst 8.000 Besucher aus den Golfstaaten nach Bayern kamen, dürften dieses Jahr mehr als 100.000 allein den Weg in die Landeshauptstadt finden. Begünstigt wird dieser Touristenstrom auch durch das Burka-Verbot, das seit einiger Zeit in Frankreich und Belgien gilt. Manch einer der Gäste aus Katar, dem Oman oder Saudi-Arabien nutzt den Aufenthalt in München auch medizinisch: zum Fettabsaugen oder um sich eine neue Nase modellieren zu lassen.

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