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Mit kleinen Dosen nach Bukarest

Einmal Unternehmer zu sein macht jungen Menschen offensichtlich Spaß – im Schuljahr 2011/2012 haben rund 8.400 Jugendliche am Bundeswettbewerb des ökonomischen Bildungsprojekts JUNIOR teilgenommen. Der Sieger von 561 neu gegründeten Schülerunternehmen machte mit einer grünen Idee das Rennen.

Kernaussagen in Kürze:
  • Einmal Unternehmer zu sein macht jungen Menschen offensichtlich Spaß.
  • 8.400 Jugendliche am Bundeswettbewerb des ökonomischen Bildungsprojekts JUNIOR teilgenommen.
  • Der Sieger von 561 neu gegründeten Schülerunternehmen machte mit einer grünen Idee das Rennen.
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Auf den ersten Blick verraten die kleinen Dosen nicht viel von ihrem besonderen Inhalt. „Viel Glück!“ steht auf einer, eine andere wünscht „Gute Besserung!“. Erst bei näherem Betrachten offenbart sich der Clou: In den Dosen stecken Pflanzensamen, aus denen Glücksklee oder Kamille sprießt – passend zu jedem Spruch. Die Schülerfirma „Lillepott“ vom Gymnasium Kirn in Rheinland-Pfalz setzte sich Mitte Juni in der Hamburger Imtech Arena mit dieser Geschenkidee gegen 14 andere Landessieger als „Bestes JUNIOR-Unternehmen 2012“ durch.

Den zweiten Platz sicherte sich die Firma „Heftl-ING“ vom Apian-Gymnasium in Ingolstadt. Die bay­erischen Jungunternehmer punkteten mit einem Hausaufgabenheft, das Schülern zusätzlich alle wichtigen Informationen über ihre Stadt liefert. Bronze ging nach Nordrhein-Westfalen: „GLO-BAG“ vom Mädchengymnasium Essen-Borbeck recycelt alte Landkarten zu individuellen Designer-Handtaschen.

Die Schülerinnen und Schüler mussten die Jury dabei nicht nur mit ihrer Idee und einem fundierten Geschäftsbericht überzeugen. Bewertet wurden auch der Messestand sowie die fünfminütige Präsentation auf der Wettbewerbsbühne.

„Lillepott“ tritt nun für Deutschland vom 19. bis 22. Juli beim Europawettbewerb in Bukarest an. Die bisherige Bilanz der deutschen Nachwuchsunternehmer auf internationalem Parkett ist beachtlich:

Bislang gingen deutsche JUNIOR-Teams dreimal als Sieger aus dem Europawettbewerb hervor, einmal schafften sie Platz zwei und dreimal Platz drei.

Doch auch vielen Jugendlichen, die keinen Preis gewinnen, macht ein praxisnahes Schülerfirmenprojekt wie JUNIOR offenbar Lust, auch als Erwachsene ihr eigener Chef zu werden (Grafik):

Vier von zehn Schülerinnen und Schülern, die 2008/2009 an einem ökonomischen Bildungsprojekt teilnahmen, konnten sich danach eher vorstellen, später den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen.

Auch die JUNIOR-Teilnehmer des Jahres 2009/2010 zogen anschließend ein positives Fazit – so waren 79 Prozent davon überzeugt, dass das Projekt ihre sozialen Kompetenzen etwa im Hinblick auf die Teamfähigkeit gefördert hat.

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