Metall- und Elektro-Industrie Lesezeit 1 Min. Lesezeit 1 Min.

Mit dem Standort zufrieden

Die Unternehmen der Branche geben dem Standort D erneut gute Noten. Das ergab eine Befragung von mehr als ​300 Vorständen und Geschäftsführern durch das Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall.

Kernaussagen in Kürze:
  • Die Unternehmen der Metall- und Elektro-Industrie geben dem Standort D erneut gute Noten.
  • Weil Deutschland als Standort inzwischen so attraktiv ist, befürchten viele M+E-Unternehmen, dass es eigentlich nur schlechter werden kann.
  • Heute bewerten 57 Prozent der Unternehmen die Auswirkungen der Globalisierung auf das eigene Unternehmen als „eher positiv“ – vor zehn Jahren waren nur 45 Prozent.
Zur detaillierten Fassung

Der Wandel Deutschlands vom kranken Mann Europas zum Musterknaben der EU wird in der Allensbach-Umfrage mehrfach sichtbar: Hielten im Jahr 2002 nur 4 Prozent der M+E-Unternehmen den Industriestandort D für sehr gut und weitere 37 Prozent für gut, stellen zehn Jahre später 31 Prozent der Firmen dem Standort ein exzellentes und 55 Prozent ein gutes Zeugnis aus (Grafik). Die Top-Noten dürften nicht zuletzt auf die Arbeitsmarktreformen der Agenda 2010 zurückzuführen sein.

Weil der Standort inzwischen so attraktiv ist, befürchten viele M+E-Unternehmen, dass es eigentlich nur schlechter werden kann – jeder dritte Geschäftsführer zieht das immerhin ins Kalkül.

Als Absatzmarkt verliert Deutschland für viele M+E-Unternehmen an Bedeutung. Eine deutliche Mehrheit der Geschäftsführer äußert, die Geschäftslage des Unternehmens sei heutzutage stärker (31 Prozent) oder wesentlich stärker (25 Prozent) von den Entwicklungen im Ausland abhängig als früher.

Entsprechend meinen jeweils sechs von zehn Befragten, dass sich die Globalisierung stark oder sehr stark auf das eigene Unternehmen auswirke und dass die Geschäftslage stärker schwanke als früher.

Allerdings bewerten heute 57 Prozent der Unternehmen die Auswirkungen der Globalisierung auf das eigene Unternehmen als „eher positiv“ – vor zehn Jahren äußerten nur 45 Prozent der Befragten diese Ansicht. Dies ist ein Zeichen dafür, dass die Unternehmen in der Krise ihre Hausaufgaben gemacht haben.

Die unter dem Strich relativ optimistische Einschätzung der Führungskräfte überrascht – denn das Klima auf den Weltmärkten ist nach Ansicht der M+E-Unternehmer rauer geworden: Acht von zehn Befragten sagen, es werde schwieriger, die Zukunftsperspektiven vorherzusehen und die künftige Auftragslage richtig einzuschätzen. Gerade deshalb kommt es jetzt auf eine Tarifpolitik mit Augenmaß an, die Planungssicherheit bietet und die Betriebe nicht überfordert.

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