Konsum 13.12.2016 Lesezeit 2 Min. Lesezeit 1 Min.

Mehr Geld für Weihnachtsgeschenke

Die Deutschen wollen in diesem Jahr mehr Geld für Weihnachtsgeschenke ausgeben als zum vergangenen Fest. Dem Einzelhandel winkt neben guten Umsätzen bis Heiligabend auch ein starkes Geschäft nach den Feiertagen.

Kernaussagen in Kürze:
  • 280 Euro wollen die Deutschen in diesem Jahr durchschnittlich für Weihnachtsgeschenke ausgeben und damit 8 Euro mehr als im Jahr 2015.
  • Das beliebteste Geschenk bleibt weiterhin das Buch: 38 Prozent der Bundesbürger wollen mindestens ein Exemplar verschenken.
  • Insgesamt kann der Einzelhandel mit einem Gesamtumsatz im Weihnachtsgeschäft von 14,3 Milliarden Euro rechnen.
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Durchschnittlich 280 Euro wollen die Deutschen in diesem Jahr für Weihnachtsgeschenke ausgeben, das geht aus einer Analyse des Nürnberger Marktforschungsunternehmens GfK hervor. Das Budget steigt damit im Vergleich zu 2015 um 8 Euro.

Die Höhe der geplanten Ausgaben hängt erwartungsgemäß mit dem Einkommen zusammen. Personen mit einem Haushaltsnettoeinkommen bis rund 1.500 Euro wollen wie im Vorjahr durchschnittlich 169 Euro für Geschenke aufwenden. Menschen mit einem Haushaltsnettoeinkommen von 1.500 bis 2.500 Euro haben im Schnitt 260 Euro eingeplant, und damit 8 Euro mehr als im Jahr 2015.

Dagegen sinken die beabsichtigten Ausgaben für Weihnachtsgeschenke bei den Befragten in Haushalten mit einem Nettoeinkommen von 2.500 bis 3.500 Euro von 299 auf 282 Euro. Ab einem Einkommen von 3.500 Euro erhöhen die Deutschen ihr Weihnachtsbudget um 14 Euro auf durchschnittlich 381 Euro.

Die Deutschen wollen in diesem Jahr mehr Geld für Weihnachtsgeschenke ausgeben als 2015.

Online nach Geschenken zu suchen liegt weiterhin im Trend: 53 Prozent der Deutschen wollen mindestens ein Präsent über das Internet kaufen. Tickets, Abos sowie Computer und Smartphones landen am häufigsten im digitalen Warenkorb.

Das beliebteste Geschenk bleibt weiterhin das Buch: 38 Prozent der Bundesbürger wollen mindestens ein Exemplar verschenken und dafür 39 Euro ausgeben.

Etwas mehr als ein Drittel der Befragten haben Spielwaren auf der Einkaufsliste und sind bereit, im Schnitt 84 Euro zu investieren.

27 Prozent der Befragten wollen den Beschenkten selbst die Wahl der Geschenke überlassen und legen Gutscheine unter den Weihnachtsbaum. Sie kalkulieren dafür im Schnitt 97 Euro ein. Jeder Fünfte verschenkt Bargeld und nimmt dafür durchschnittlich 241 Euro aus seinem Budget. 3,5 Milliarden Euro wechseln dadurch voraussichtlich den Besitzer. Die Einzelhändler können sich also schon auf volle Läden und Einkaufsstraßen in den Tagen nach Weihnachten einstellen. Insgesamt rechnet die GfK mit einem Gesamtumsatz im Weihnachtsgeschäft von 14,3 Milliarden Euro.

Aus der Umfrage geht auch hervor, dass immer mehr Menschen die Geschenke für ihre Lieben selbst herstellen: In diesem Jahr wollen 28 Prozent der Bundesbürger Geschenke basteln, 2010 waren es nur 23 Prozent.

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