Ausbildung Lesezeit 1 Min. Lesezeit 1 Min.

Mehr Geld für Azubis

Das zweite Jahr in Folge sind die tariflichen Ausbildungsvergütungen deutlich gestiegen. Die Jugendlichen profitieren von der guten Wirtschaftslage – und vom demografischen Wandel.

Kernaussagen in Kürze:
  • Das zweite Jahr in Folge sind die tariflichen Ausbildungsvergütungen deutlich gestiegen.
  • Die Höhe der Vergütung hängt sowohl vom Ausbildungsberuf ab als auch von der Branche und Region – und sie spiegelt die unterschiedlichen Anforderungen an das Leistungsniveau in den Berufen wider.
  • Der demografische Wandel führt auch heutzutage dazu, dass immer weniger Jugendliche die allgemeinbildenden Schulen verlassen.
Zur detaillierten Fassung

Auch 2013 konnten sich Auszubildende in Deutschland wieder über mehr Geld freuen: Jugendliche verdienten während ihrer Ausbildung im Schnitt 761 Euro im Monat, das waren 31 Euro mehr als noch 2012. Auch wenn die Vergütungen in Ostdeutschland mit 5 Prozent stärker gestiegen sind als in Westdeutschland (4,1 Prozent), sind die Azubi-Löhne in Ostdeutschland noch nicht ganz auf dem West-Niveau (Grafik).

In Westdeutschland verdienten Azubis im Bauhauptgewerbe am besten, als angehender Beton- und Stahlbetonbauer, Maurer oder Zimmerer je 999 Euro, im Osten waren es 803 Euro. Im gesamtdeutschen Schnitt steht neben den Azubis zum Binnenschiffer (989 Euro) sowie zum Kaufmann für Versicherung und Finanzen (935 Euro) auch der Nachwuchs in vielen Metall- und Elektroberufen sehr gut da. Deutlich weniger Geld gibt es zum Beispiel für angehende Friseure (West: 469 Euro, Ost: 269 Euro) und Floristen (West: 571 Euro, Ost: 312 Euro). Trotzdem sind diese Berufe – besonders bei jungen Frauen – sehr beliebt.

Die Höhe der Vergütung hängt sowohl vom Ausbildungsberuf ab als auch von der Branche und Region – und sie spiegelt die unterschiedlichen Anforderungen an das Leistungsniveau in den Berufen wider.

Auch die allgemeine Situation auf dem Ausbildungsstellenmarkt beeinflusst die Vergütung, die in Tarifverhandlungen festgelegt wird.

In den 1980er Jahren waren Ausbildungsstellen knapp und es gab viel mehr Bewerber als Stellen. Damals fielen die Entgeltsteigerungen nur moderat aus. Als die geburtenschwächeren Jahrgänge in den 1990er Jahren die Schule verließen, wurde der Wettbewerb um den Nachwuchs jedoch härter, die Ausbildungsvergütungen stiegen wieder.

Der demografische Wandel führt auch heutzutage dazu, dass immer weniger Jugendliche die allgemeinbildenden Schulen verlassen. Entsprechend gab es 2013 zum sechsten Mal in Folge mehr offene Lehrstellen (gut 33.500) als unversorgte Bewerber (knapp 21.000). Vor diesem Hintergrund ist der erneute Anstieg der Azubi-Löhne im vergangenen Jahr 2013 nicht überraschend.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene

Mehr auf iwkoeln.de