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Konjunktur Lesezeit 2 Min.

IW-Verbandsumfrage: Wirtschaft erwartet leichten Aufwärtstrend

Die deutsche Wirtschaft steckt nach wie vor in der Krise – dies schlägt sich auch in der Lagebewertung der vom IW befragten Wirtschaftsverbände nieder. Für 2026 geht eine relative Mehrheit zwar von einer leichten Besserung aus. Allerdings bleiben viele Branchen mit Blick auf die Beschäftigungsentwicklung pessimistisch.

Kernaussagen in Kürze:
  • In den vom IW befragten deutschen Wirtschaftsverbänden ist die Stimmung zum Jahreswechsel eher mau, beim Blick auf die Geschäftsentwicklung 2026 überwiegt jedoch leicht die Zuversicht.
  • Angesichts der zahlreichen Konjunkturrisiken erwartet gleichwohl eine relative Mehrheit der Verbände, dass ihre Unternehmen im neuen Jahr weniger investieren werden als zuletzt.
  • Noch deutlicher lässt sich die Verunsicherung der deutschen Wirtschaft an den Beschäftigungsaussichten ablesen: 22 von 46 befragten Verbänden rechnen damit, dass ihre Mitgliedsfirmen 2026 Stellen abbauen werden, nur neun gehen von einem Personalaufbau aus.
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Die Konjunktur in Deutschland ist im abgelaufenen Jahr auf der Stelle getreten – und das nach zwei vorangegangenen Rezessionsjahren. Kein Wunder also, dass die Stimmung in den deutschen Wirtschaftsverbänden zum Jahreswechsel 2025/2026 eher mau ist (Grafik):

Von den 46 befragten Verbänden geben 18 an, dass ihre Lage schlechter als vor einem Jahr ist – lediglich 14 berichten von einer Aufhellung.

Vor allem die Branchen des Verarbeitenden Gewerbes beurteilen ihre Situation negativer als zur Jahreswende 2024/2025.

Der Blick nach vorne ist da um einiges erfreulicher. Verglichen mit den Vorjahren ist der Anteil der pessimistischen Verbände deutlich gesunken, inzwischen überwiegt sogar leicht die Zuversicht:

19 Branchen erwarten für 2026, dass sich ihre geschäftliche Situation verbessert – nur neun rechnen mit einem Abwärtstrend.

Die Optimisten finden sich vor allem im Dienstleistungssektor, aber auch Industriezweige wie der Luft- und Raumfahrzeugbau, der Maschinenbau oder die Elektroindustrie gehen zumindest von einer leicht steigenden Produktion aus. Wenig Hoffnung auf bessere Geschäfte haben unter anderem die Papierfabriken, Zeitschriftenverlage sowie die Automobilindustrie.

Insgesamt sieht es für die deutsche Wirtschaft im Jahr 2026 nach einer Aufhellung aus. Aufgrund der vielen Unsicherheitsfaktoren bleiben aber die Investitionsperspektiven eher trüb und eine relative Mehrheit der Verbände geht davon aus, dass ihre Mitgliedsunternehmen unterm Strich Stellen abbauen werden.

Insgesamt sieht es für die deutsche Wirtschaft nach einer Aufhellung aus, die zahlreichen Konjunkturrisiken lassen aber einen markanten Aufschwung vorerst kaum zu (siehe "IW-Konjunkturprognose: Die deutsche Wirtschaft wächst wieder leicht"). Passend dazu erwartet eine relative Mehrheit von 14 Verbänden, dass ihre Unternehmen im kommenden Jahr weniger investieren werden als zuletzt – nur 11 rechnen mit wachsenden Investitionsbudgets.

Noch deutlicher lässt sich die anhaltende Verunsicherung der deutschen Wirtschaft an den Beschäftigungsaussichten ablesen:

Lediglich neun Verbände gehen davon aus, dass ihre Mitgliedsfirmen 2026 unterm Strich Personal aufstocken werden – 22 rechnen dagegen mit einem Stellenabbau.

Zwar ist der Negativsaldo damit kleiner als vor einem Jahr. Dennoch führen die nach wie vor erheblichen strukturellen Belastungen wie die hohen Energiekosten dazu, dass vor allem in der Industrie die negativen Beschäftigungsperspektiven überwiegen.

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