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Immobilienfirmen auf nachhaltigem Kurs

Wenn es um nachhaltiges Wirtschaften geht, gehören deutsche Immobilienunternehmen zur internationalen Spitze. Aber es gibt immer noch etwas zu verbessern.

Kernaussagen in Kürze:
  • Wenn es um nachhaltiges Wirtschaften geht, gehören deutsche Immobilienunternehmen zur internationalen Spitze.
  • Im Jahr 2012 legten neun Immobilienfirmen Nachhaltigkeitsberichte vor – damit machten sie weltweit nahezu 12 Prozent aller entsprechenden Immobilienunternehmen aus.
  • Viele Unternehmen engagieren sich durchaus stark für die Gesellschaft – sie scheuen aber den Aufwand, einen Nachhaltigkeitsbericht zu veröffentlichen.
Zur detaillierten Fassung

Corporate Social Responsibility (CSR) – das verantwortliche, nachhaltige Handeln von Unternehmen in sozialer und ökologischer Hinsicht – wird im Immobiliensektor immer wettbewerbsrelevanter. Denn Investoren und viele große Unternehmen, die Objekte mieten, halten selbst entsprechende Standards ein und möchten auch mit Immobilienfirmen zusammenarbeiten, die in Sachen CSR aktiv sind.

Nachweisen können diese Firmen das zum Beispiel, indem sie ihr Engagement mithilfe der Leitlinien der Global Reporting Initiative (GRI) dokumentieren (Kasten). Diese Chance nutzt die hiesige Immobilienbranche immer eifriger (Grafik):

Im Jahr 2012 legten neun Immobilienfirmen Nachhaltigkeitsberichte vor – damit machten sie europaweit gut 21 Prozent und weltweit nahezu 12 Prozent aller entsprechenden Immobilienunternehmen aus.

Trotzdem könnte die Zahl noch höher sein. Das zeigen die Daten des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, das gemeinsam mit der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg die 135 größten Immobilienunternehmen und -fonds in Deutschland unter die Lupe genommen hat. Demnach lassen sich lediglich 24 von ihnen als CSR-Unternehmen einstufen, von den insgesamt 68 Immobilien-AGs sogar nur vier.

Allerdings engagieren sich viele Unternehmen durchaus stark für die Gesellschaft, indem sie etwa Vereine und Hilfsorganisationen unterstützen – sie scheuen aber den Aufwand, einen Nachhaltigkeitsbericht zu veröffentlichen. Dabei sind die aktuellen GRI-Leitlinien flexibler als frühere Versionen und der Einstieg in die Berichterstattung ist insbesondere für kleine Unternehmen leichter.

Andere Firmen begnügen sich dagegen nicht mit Nachhaltigkeitsberichten – zumal diese oft nicht die Qualität des Engagements nachweisen. Ergänzend streben Immobilienunternehmen daher zunehmend Zertifizierungen im Gebäudebereich an (etwa für „Green Buildings“) oder legen Nachweise vor, dass ihre Lieferanten die Nachhaltigkeitsstandards einhalten.

Rosemarie Stibbe / Michael VoigtländerCorporate Social Responsibility in der ImmobilienbrancheIW-Trends 3/2013

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