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Gutes Geld für MINT-Kräfte

Die Arbeitsbedingungen in den MINT-Berufen – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik – sind wesentlich besser als anderswo. MINT-Kräfte sind selten befristet beschäftigt, arbeiten praktisch allesamt Vollzeit und verdienen gut.

Kernaussagen in Kürze:
  • MINT-Kräfte sind selten befristet beschäftigt, arbeiten praktisch allesamt Vollzeit und verdienen gut.
  • In der M+E-Industrie bekamen MINT-Akademiker im Jahr 2012 durchschnittlich 5.700 Euro pro Monat, das waren rund 900 Euro mehr als im Jahr 2005.
  • Um noch mehr Jugendliche für die attraktiven MINT-Jobs zu interessieren, sollte schon im Rahmen der Berufsorientierung stärker für diese Berufe geworben werden.
Zur detaillierten Fassung

Über alle Branchen hinweg war im Jahr 2011 lediglich jeder zehnte MINT-Akademiker befristet beschäftigt. Einen Vertrag auf Zeit hatten vor allem Geschäftsführer in der Wirtschaft und wissenschaftliche Mitarbeiter an Hochschulen. In der Metall- und Elektro-Industrie sind die Anteile befristet Beschäftigter sogar allesamt einstellig (Grafik).

Von den wenigen befristet beschäftigten MINT-Akademikern gibt zudem nur jeder Fünfte an, dass eine Dauerstellung nicht zu finden sei, in der M+E-Industrie ist es sogar nur jeder Achte. Ähnliche Quoten gelten für die beruflich qualifizierten MINT-Fachkräfte.

In der Regel haben beide Gruppen, Akademiker wie Fachkräfte, einen Vollzeitjob, das gilt insbesondere in der M+E-Industrie. Dort gibt es nur wenige teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter – und wenn, dann treten sie fast alle freiwillig kürzer, zum Beispiel, weil sie Familie haben.

Nicht allein der große Anteil an Vollzeitstellen zeigt, wie knapp MINT-Kräfte sind. Auch die Entlohnung macht deutlich, dass die Fachkräfte gefragt sind. So stiegen die durchschnittlichen Monatsbruttolöhne von MINT-Akademikern zwischen 2000 und 2012 um mehr als 40 Prozent auf 4.700 Euro. Für alle Akademiker haben die entsprechenden Durchschnittslöhne im selben Zeitraum lediglich um rund ein Viertel auf 4.100 Euro brutto monatlich zugenommen.

In der M+E-Industrie bekamen MINT-Akademiker im Jahr 2012 durchschnittlich 5.700 Euro pro Monat, das waren rund 900 Euro mehr als im Jahr 2005.

Um noch mehr Jugendliche für die attraktiven MINT-Jobs zu interessieren, sollte schon im Rahmen der Berufsorientierung stärker für diese Berufe geworben werden. Erfolgversprechend ist auch eine Stärkung der MINT-Profile von Schulen – dazu gehört zum Beispiel die Teilnahme an Mathe-Wettbewerben.

Denn Untersuchungen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln belegen, dass die Schüler solcher Schulen signifikant bessere Kompetenzen haben als andere Schüler. Deshalb unterstützt die Wirtschaft Schulen mit einer MINT-Profilierung durch zahlreiche Initiativen.

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