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Gute Perspektiven für Forscher

Wie arbeiten wir morgen? Ist mein Beruf auch in 20 Jahren noch gefragt? Antworten auf diese und andere Fragen gibt eine Publikation des Roman Herzog Instituts (RHI).

Kernaussagen in Kürze:
  • Die Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitskräften wird durch viele Faktoren bestimmt – die Konjunktur, die Ansprüche der Kunden, die nationale wie internationale Konkurrenz.
  • Altbekannte Tätigkeiten verschwinden oder verlieren an Bedeutung, neue kommen hinzu.
  • Etwas mehr als die Hälfte der Beschäftigten verrichtet im Jahr 2030 produktionsnahe Tätigkeiten.
Zur detaillierten Fassung

Die Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitskräften wird durch viele Faktoren bestimmt – die Konjunktur, die Ansprüche der Kunden, die nationale wie internationale Konkurrenz. Auch die Höhe der Löhne sowie die Energie-, Material- und Kapitalkosten spielen eine Rolle.

Gleichzeitig führt der Kosten- und Wettbewerbsdruck dazu, dass die Produktionstechniken und Prozesse weiterentwickelt werden. Tests und Qualitätskontrollen werden aufwendiger, neue Diagnosesysteme helfen dabei, Standards hochzuhalten. Last not least fordert auch die staatliche Bürokratie ihren Tribut.

Diese und weitere Trends werden die Arbeitswelt verändern. Altbekannte Tätigkeiten verschwinden oder verlieren an Bedeutung, neue kommen hinzu. Welche Verschiebungen bis zum Jahr 2030 zu erwarten sind, zeigt eine Studie des Beratungsunternehmens Prognos, die das Roman Herzog Institut (RHI) in einem Sammelband zu seinem zehnjährigen Bestehen herausgegeben hat (Kasten):

  • Mehr Beschäftigung. Die Alterung der deutschen Bevölkerung bedingt in den kommenden Jahren zusätzliches Personal in der Altenpflege und in den Arztpraxen (Grafik). Und die Informationsflut in allen Bereichen der Wirtschaft beflügelt die Nachfrage nach Ausbildern, Lehrern und Beratern.

Um Produktionstechniken zu optimieren, alternative Energiequellen zu erschließen und neue Werkstoffe zu entwickeln, braucht die Wirtschaft künftig mehr Forscher. Die Qualitätssicherung verlangt ebenfalls nach zusätzlichen Köpfen.

  1. Weniger Beschäftigung. Generell bleibt Deutschland auch künftig ein Industrieland:

Etwas mehr als die Hälfte der Beschäftigten verrichtet im Jahr 2030 produktionsnahe Tätigkeiten.

Allerdings ist bei einfachen Tätigkeiten eine rückläufige Nachfrage zu erwarten. Weil die internationale Arbeitsteilung weiter zunimmt, werden Jobs wie das Be- und Verarbeiten oder Maschinen einrichten und überwachen vermehrt ausgelagert. Dieses Schicksal dürften auch Schreib-, Rechen- und Datenverarbeitungsarbeiten teilen.

Randolf Rodenstock (Hrsg.)Vertrauen in der ModerneRoman Herzog Institut, MünchenDie Publikation ist beim RHI kostenlos erhältlich und kann bestellt werden unter: www.romanherzoginstitut.de

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