Möbelindustrie Lesezeit 1 Min. Lesezeit 1 Min.

Gut gepolstert

Die Branche hat sich von der Wirtschaftskrise erholt, die Exporte steigen. Nur die Probleme in einigen Eurostaaten machen den deutschen Möbelherstellern Sorgen.

Kernaussagen in Kürze:
  • Die Branche hat sich von der Wirtschaftskrise erholt, die Exporte steigen.
  • Die Innovationen rund um Sofas, Küchen und Schränke machen rund 18 Prozent des Gesamtumsatzes aus.
  • Allerdings bereiten die wachsenden Probleme in manchen Euroländern den Möbelherstellern Sorgen, schließlich erwirtschaften sie einen Großteil ihres Auslandsumsatzes innerhalb der Eurozone – 2011 waren es 64 Prozent.
Zur detaillierten Fassung

Der September ist der Monat der neuen Trends und der Innovationen, zumindest für die Möbelbranche. Die trifft sich alljährlich zur M.O.W., der Messe fürs Möbel-Business. Über 400 Aussteller aus 26 Ländern werden vom 22. bis 26. September in Bad Salzuflen ihre Neuheiten präsentieren. Im vergangenen Jahr kamen 10.000 Fachbesucher auf die M.O.W. – fast die Hälfe von ihnen aus dem Ausland.

Die neuen Produkte der Branche sind wichtig fürs Geschäft:

Die Innovationen rund um Sofas, Küchen und Schränke machen rund 18 Prozent des Gesamtumsatzes aus.

Zur deutschen Möbelindustrie zählten 2011 insgesamt 523 Betriebe mit mindestens 50 Beschäftigten (Grafik). Die gut 89.100 Mitarbeiter – rund 80 Prozent sind übrigens männlich – erwirtschafteten einen Umsatz von 16,9 Milliarden Euro. Eine besondere Rolle spielt dabei die Produktion von Küchen: Zwar arbeiten dort lediglich 16 Prozent der Beschäftigten, doch bringen Arbeitsplatten, Küchenschränke und dergleichen fast ein Viertel des gesam­ten Umsatzes.

Von der Wirtschafts- und Finanzkrise hat sich die Branche mittlerweile gut erholt. Innerhalb eines Jahres war der Umsatz um mehr als 11 Prozent eingebrochen. Doch bereits 2010 konnten die Möbelhersteller wieder ein leichtes Plus von 2,5 Prozent verbuchen, 2011 hievte der Zuwachs von 6,5 Prozent die Umsätze auf Vorkrisenniveau. Besonders zugelegt hat im vergangenen Jahr der Auslandsumsatz: Die Geschäfte mit Kunden jenseits der deutschen Grenzen stiegen 2011 um 10 Prozent und trugen so zu 28 Prozent des gesamten Umsatzes bei.

Allerdings bereiten die wachsenden Probleme in manchen Euroländern den Möbelherstellern Sorgen, schließlich erwirtschaften sie einen Großteil ihres Auslandsumsatzes innerhalb der Eurozone – 2011 waren es 64 Prozent. Daher setzen einige Produzenten nun verstärkt auf die Wachstumsregionen wie Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene

Mehr auf iwkoeln.de