Schule 21.11.2016 Lesezeit 2 Min. Lesezeit 1 Min.

Grundkurs Digitales

Digitale Klassenzimmer sind hierzulande noch eher selten, wie eine Studie zeigt. Im internationalen Vergleich liegt Deutschland weit zurück. Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung fordern daher eine bessere Vorbereitung in den Schulen auf die digitale Arbeitswelt.

Kernaussagen in Kürze:
  • Nur gut 9 Prozent der deutschen Lehrer verwenden täglich Computer in ihrem Unterricht.
  • In den Niederlanden nutzen die Hälfte der Lehrkräfte den PC im Schulalltag, in Australien sogar zwei Drittel.
  • Der „Digitale Bildungspakt“ hat politische Handlungsempfehlungen für die richtige Bildung in einer digitalen Welt erarbeitet.
Zur detaillierten Fassung

Ob im privaten Bereich oder im Berufsalltag – wir leben in einer zunehmend digitalen Welt. Doch was nutzt all die Technik, wenn man nicht sicher mit ihr umgehen kann? Genauso wie in Mathematik oder Geschichte brauchen Kinder, Jugendliche und Erwachsene auch in Sachen Digitales ein Grundwissen. Dass gerade in den Bildungseinrichtungen, wo solches Wissen vermittelt werden soll, hierzulande deutlich Luft nach oben ist, zeigt ein internationaler Vergleich (Grafik).

Während in den Niederlanden die Hälfte und in Australien sogar zwei Drittel aller Lehrer täglich Computer im Unterricht einsetzen, rangiert Deutschland mit gerade einmal 9,1 Prozent weit hinten in der Liste.

Mehr Kompetenzen für Chancengleichheit

Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung, die sich unter dem Titel „Digitaler Bildungspakt“ zusammengeschlossen haben, wollen an diesem Zustand etwas ändern. Sie setzen sich für mehr digitale Kompetenzen quer durch die Gesellschaft ein, um für Chancengleichheit zu sorgen und Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Ihr Ziel ist eine strukturelle und strategische Neuausrichtung.

In deutschen Schulen muss das Thema Digitalisierung stärker in den Fokus gerückt werden.

Sie haben deshalb ein Kompendium mit politischen Handlungsempfehlungen für die richtige Bildung in einer digitalen Welt erarbeitet. Darin äußert sich auch Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln: „Es ist nicht nur die Kenntnis der technischen Möglichkeiten gefordert, sondern die Bereitschaft, anders zu lernen, sich anders einzubringen und sich anders zu vernetzen.“

Disziplin erforderlich

Ein hohes Maß an Disziplin sei gefordert, weil „im Gegensatz zur analogen Welt die unerschöpflichen Optionen der digitalen Welt am eigenen Arbeitsplatz auch zur Desorientierung und zum Ressourcenverschleiß führen können.“ Hüther spricht sich für eine entsprechende Bildungsinitiative aus.

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