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Grips gewinnt

Branchen, in denen Patente, Marken und andere Rechte zum Schutz des geistigen Eigentums intensiv genutzt werden, erzielen eine überdurchschnittlich hohe Wertschöpfung. Der wirtschaftliche Erfolg kommt auch den Beschäftigten dieser Branchen zugute – sie verdienen im Schnitt deutlich mehr als Arbeitnehmer in anderen Wirtschaftszweigen.

Kernaussagen in Kürze:
  • Branchen, in denen Patente, Marken und andere Rechte zum Schutz des geistigen Eigentums intensiv genutzt werden, erzielen eine überdurchschnittlich hohe Wertschöpfung.
  • Im EU-Durchschnitt erbringen jene Branchen, die intellektuelle Eigentumsrechte intensiv nutzen, 39 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung.
  • Beschäftigte in einer Branche, die mindestens ein Schutzrecht hat, verdienen im Schnitt 41 Prozent mehr als Arbeitnehmer in Branchen, die keine Schutzrechte nutzen.
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Egal, ob jemand neue Maschinen austüftelt, ein Produktdesign entwirft oder einen Roman schreibt – wer seinen Grips anstrengt, der möchte auch die Früchte seiner Arbeit ernten. Doch von der kreativen Idee bis zum wirtschaftlichen Erfolg ist es ein weiter Weg. Helfen können dabei Rechte, die das geistige Eigentum schützen – von Patenten bis hin zu Urheberrechten (Kasten).

Schutzrechte ermöglichen es ihren Besitzern, das jeweils geschützte Gut exklusiv zu nutzen – lediglich für Herkunftsbezeichnungen gilt dies nur eingeschränkt. Für Unternehmen bedeutet das Schutzrecht einen erheblichen Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz. Denn die Schutzrechte unterstützen sie darin, die Ergebnisse der eigenen Forschungs- und Entwicklungsarbeit in neue Produkte umzusetzen – offensichtlich mit Erfolg:

Im EU-Durchschnitt erbringen jene Branchen, die intellektuelle Eigentumsrechte intensiv nutzen, mit nur 26 Prozent aller Beschäftigten immerhin 39 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung.

Die Wertschöpfung pro Kopf ist also in diesen Branchen deutlich höher als in der übrigen Wirtschaft.

Die Innovationskraft und Kreativität dieser Betriebe zahlt sich auch für die Mitarbeiter aus (Grafik):

Sind Beschäftigte für eine Branche tätig, in der mindestens ein Schutzrecht eine große Rolle spielt, ver­dienen sie im Schnitt 41 Prozent mehr als Arbeitnehmer in Branchen, die keine Schutzrechte nutzen.

Besonders hoch fällt die Lohnprämie in den Wirtschaftszweigen aus, in denen Urheberrechte zum Tragen kommen oder die überdurchschnittlich viele Patente hervorbringen.

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