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Gezielte Suche statt Hauruck

Unternehmen, die ihren Personalbedarf sorgfältig planen, stehen im Wettbewerb um Fachkräfte besser da. Sie müssen nicht den Erstbesten nehmen, sondern können in Ruhe nach ihrem Wunschkandidaten suchen.

Kernaussagen in Kürze:
  • Unternehmen, die ihren Personalbedarf sorgfältig planen, stehen im Wettbewerb um Fachkräfte besser da.
  • Doch nur 29 Prozent der Firmen betreiben bislang eine systematische und langfristige Personalplanung.
  • Mehr als jeder zweite Betrieb bietet eine individuelle Karriereplanung an.
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Der Maschinenbaumeister geht in den Ruhestand, für ein neues Produktionsverfahren braucht der Betrieb zusätzliche Facharbeiter oder es ist eine Elternzeitvertretung vonnöten: Es gibt viele Gründe, neue Mitarbeiter zu suchen – aber meist nur einen richtigen Zeitpunkt.

Umso wichtiger ist es, frühzeitig mögliche Vakanzen zu erkennen und die nötigen Schritte einzuleiten. Dazu dienen Alters- und Qualifikationsstrukturanalysen:

  • Altersstrukturanalyse. Sie teilt die Angestellten in Altersgruppen auf. So lässt sich feststellen, wann etwa ein wichtiger Mitarbeiter in Rente geht. Im Idealfall findet sich frühzeitig ein geeigneter Nachfolger, damit dieser vom künftigen Ruheständler noch eingearbeitet werden kann.
  • Qualifikationsstrukturanalyse. Hier gleichen die Personalexperten ab, welche Kompetenzen vorhanden sind und welche in ein paar Jahren benötigt werden. So kann zum Beispiel vor der Einführung einer neuen Software der passende Programmierer gleich mitgesucht werden.

Doch nur 29 Prozent der Firmen betreiben bislang eine systematische und langfristige Personalplanung.

Vor allem kleinere Unternehmen haben auf diesem Gebiet großen Nachholbedarf (Grafik).

Das Thema Personalplanung wird jedoch aufgrund des demografischen Wandels für die Firmen immer wichtiger. Deshalb sind Strategien gefragt, die die Fachkräfterekrutierung effektiver machen. Viele Unternehmen sammeln beispielsweise die Unterlagen abgelehnter Bewerber, die gleichwohl über interessante Qualifikationen verfügen, und sprechen sie bei Bedarf erneut an.

Andere Firmen vergrößern den Bewerberpool, indem sie eigene Mitarbeiter so flexibel wie möglich qualifizieren, damit diese auch für einen anderen Job infrage kommen. Mehr als jeder zweite Betrieb bietet eine individuelle Karriereplanung an. Und fast 80 Prozent aller Firmen finden im Rahmen von Mitarbeiterbefragungen heraus, wer Karriere machen will und wie das Unternehmen dabei helfen kann.

Weitere Informationen: kompetenzzentrum-fachkraeftesicherung.de

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