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Generation 65plus

In Deutschland lebten Ende 2013 rund 17 Millionen Menschen, die 65 Jahre und älter waren. Davon waren 57 Prozent Frauen und 43 Prozent Männer. Hinter diesem großen Unterschied verbergen sich vor allem die Folgen des 2. Weltkriegs, in dem mehr Männer als Frauen umgekommen sind.

Kernaussagen in Kürze:
  • In Deutschland lebten Ende 2013 rund 17 Millionen Menschen, die 65 Jahre und älter waren.
  • In Ostdeutschland gibt es viel mehr ältere Menschen als in Westdeutschland.
  • Der Landkreis Vechta weist bundesweit den geringsten Rentneranteil aus.
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Weil die jungen Generationen nach der Wende in den Westen ausgewandert sind, gibt es in Ostdeutschland – gemessen an der jeweiligen Bevölkerung – mehr ältere Menschen als in Westdeutschland. Dass ausgerechnet der Landkreis Vechta bundesweit den geringsten Rentneranteil ausweist, hängt mit einem Sonderfaktor zusammen. Dort werden außergewöhnlich viele Babys geboren.

Die höhere Lebenserwartung der Frauen spiegelt sich auch in der Lebensform wider. Weil viele Männer der Generation 65plus früh sterben und sie zudem meist rund 4 Jahre älter sind als ihre Ehefrauen, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass sie bis zu ihrem Tod mit einer Partnerin zusammenleben. Weil anschließend die Frauen aber als Witwen zumeist allein durchs Leben gehen, leben im Schnitt weniger Seniorinnen als Senioren in einem Paarhaushalt.

Die gesetzliche Rente spielt bislang die Hauptrolle bei den Alterseinkünften – wahlweise kombiniert mit einer betrieblichen Altersversorgung oder bei den Angestellten des Öffentlichen Dienstes mit einer entsprechenden Zusatzversorgung.

Das gilt auch für westdeutsche Frauen, obwohl in der Generation 65plus noch die traditionelle Rollenverteilung mit dem Mann als Hauptverdiener prägend war. Allerdings verbergen sich hinter dem Durchschnittwert für die Frauen sowohl Rentenansprüche aus eigener Berufstätigkeit als auch Hinterbliebenenrenten.

Dass die Altersversorgung der Generation 65plus nicht ganz so schlecht sein kann, wie oft behauptet wird, zeigen die Armutskennziffern. Demnach haben Rentner nur in Ausnahmefällen zu wenig Geld, um davon eine anständige Unterkunft zu finanzieren oder sich angemessen zu ernähren. Auch auf die Grundsicherung im Alter sind nur wenige angewiesen, wobei es in Großstädten schon etwas anders aussieht als in der Fläche. Darauf deuten zumindest die Werte in den Stadtstaaten hin.

Wer dem Arbeitsleben mit 65 Jahren noch nicht ade sagt, der hat in der Regel ein höheres Haushaltseinkommen – und umgekehrt. Während rund ein Drittel der Männer im Alter zwischen 65 und 74 Jahren mit einem Haushaltseinkommen von über 4.500 Euro noch erwerbstätig ist, fällt der Anteil bei den Frauen in dieser Einkommensklasse nur rund halb so hoch aus. Auch das ist sicherlich noch eine Folge der früher vorherrschenden Rollenverteilung zwischen Mann und Frau.

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